Wird gut angenommen, löst aber nicht alle Probleme: Der Wohnmobil-Nachtparkplatz am Walchensee. Foto: me

Nachtparkplatz ist beliebt - aber nicht bei allen

Jachenau - Vor einem Jahr wurde der Nachtparkplatz in Einsiedl eingeweiht. Viele Wohnmobil-Urlauber schätzen ihn, andere übernachten zum Leidwesen der Verantwortlichen weiterhin wild am See.

Für fünf Euro können die Wohnmobilbesitzer dort von 6 Uhr morgens bis 11 Uhr am folgenden Tag parken, Strom und Wasser zapfen sowie ihren Hausmüll entsorgen.

Als Betreiber für den Platz hat der Tölzer Forstbetrieb Berndt Pangerl eingesetzt, der im Jahr etwa 2400 Übernachtungen registriert. Die Kapazitäts-Grenze von 80 Fahrzeugen sei aber noch nie überschritten worden. Im Notfall könne man immer noch die Schranke am Wanderparkplatz in Obernach, dem ehemaligen Nachtparkplatz, öffnen. Zu Pangerls Aufgaben gehört es, den Müll aufzusammeln und die Parkenden zu fotografieren. Das ist nötig, um die Drei-Tages-Höchstparkdauer zu kontrollieren. Denn wer länger am selben Standort bleiben will, müsse auf einen Campingplatz. Pangerl achtet auch darauf, dass nur noch Gasgrills benutzt werden, offene Feuerstellen wie Holzkohle-Grills sind tabu.

Warum der Forstbetrieb den Nachtparkplatz nicht selbst betreibt, erklärt stellvertretender Leiter Robert Krebs. "Wir wollten keinen finanziellen Vorteil, sondern nur die Rahmenbedingungen schaffen, damit am Walchensee-Südufer alles in geregelten Bahnen verläuft."

Ganz klappt das aber noch nicht. "Nach wie vor stehen nachts Wohnmobile direkt am See", sagt Krebs. 15 bis 30 Fahrzeuge werden da in den Morgenstunden schon mal gezählt. Die zuständigen Förster kontrollieren und bringen Verstöße zur Anzeige. "Wir würden uns da aber mehr Unterstützung von der Polizei wünschen", so Krebs, "denn alleine möchte ich da auch nicht hingehen, wenn die teilweise angetrunken sind."

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