Straßburg: Schüsse in der Innenstadt - Behörden sprechen von einem Toten

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Zankapfel Kaserne: Die Vorstellungen eines der Eigentümer und der Gemeinde Lenggries über die künftige Nutzung gehen diametral auseinander.

Wohn- oder Gewerbegebiet?

Nächster Gerichtstermin in Streit um ehemalige Kaserne

Lenggries - Soll aus der ehemaligen Prinz-Heinrich-Kaserne in Lenggries ein Wohn- oder Gewerbegebiet werden? Dazu bringt bald ein Gerichtsurteil mehr Klarheit.

Die Projektgesellschaft Luitpolderhöfe kaufte 2009 einen Teil der Kaserne – etwa sechs Jahre, nachdem die Bundeswehr sich von dort zurückgezogen hatte. Die Vorstellungen des neuen Eigentümers und der Gemeinde, was aus dem Areal werden soll, sind bis heute diametral entgegengesetzt. Dem Eigentümer schwebt Wohnbebauung vor. Genau dies aber will die Gemeinde verhindern, stellte stattdessen zuletzt einen Bebauungsplan auf, der ein Gewerbegebiet vorsieht.

Gegen diesen Bebauungsplan wiederum reichte die Luitpolderhöfe GmbH eine Normenkontrollklage beim Verwaltungsgerichtshof ein. Hier naht nun eine Entscheidung: Für den 17. September hat das Gericht eine Ortsbesichtigung anberaumt. Ein Urteil dürfte danach nicht lange auf sich warten lassen.

Was danach passiert? Da halten sich beide Seiten bedeckt. „Wir werden erst einmal die Urteilsbegründung abwarten müssen und dann entsprechend handeln“, sagt Bürgermeister Werner Weindl. Sollte der Bebauungsplan für ungültig erklärt werden, entwirft Luitpolderhöfe-Chef Peter Wasner folgendes Szenario: „Die Gemeinde müsste dann einen neuen Bebauungsplan aufstellen. Ihr bleibe nur soziale, kulturelle oder Wohnnutzung übrig. Oder sie stellt gar keinen Bebauungsplan mehr auf. Dann ist die Nutzung der Nachbargebäude ausschlaggebend.“ Und dort, so Wasner, gebe es derzeit auch Wohnungen.

Er selbst strebe eine Wohnnutzung ausschließlich für zwei Gebäude an: die parallel stehenden Bauten des ehemaligen Offiziers- und Unteroffiziersheims. „Das ist das Maximale, was ich an Baurecht haben möchte.“ Und falls der Bebauungsplan der Gemeinde für rechtens erklärt wird? Dazu sagt Wasner nur, dass er die beiden genannten Gebäude keinesfalls abreißen werde. Der juristische Streit ums Wohnrecht könnte dann noch weitergehen.

Andreas Steppan

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