Kampfjet nach Start-Manöver bei Madrid abgestürzt - Pilot tot

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Der Brandfleck ist deutlich zu sehen: Am rechten Bein hatte der Täter mit Papierzetteln ein Feuer entfacht.

Nichts Neues vom Brandstifter

Bad Tölz - Keine Hinweise hat die Polizei über den (oder die) Täter, der vermutlich am Samstagmittag die fast lebensgroße Skulptur „Heiland in der Rast“ in der Tölzer Stadtpfarrkirche angezündet hat.

„Vielleicht war es ein Rumtreiber“, sagt der Tölzer Polizeichef Bernhard Gigl. Mit Din-A4-Kirchenführern hatte er am Fuß der Figur ein Feuer entfacht. Es sei fast ein Wunder, dass nicht mehr passiert ist, sagt Kaspar Demmel von der Pfarrverbandsverwaltung. Es wurde nur der Fuß zwischen Ferse und Wade angekokelt. Die Pfarrei hat den Fall an die Brandversicherung weitergegeben, bevor man an die Behebung des Schadens geht. 

Der „Heiland in der Rast“ ist eine besondere Figur. Sie stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert und stand früher als Teil des Kreuzaltars im Zentrum der Kirche am Aufgang zum heutigen Volksaltar. Die Figur stellt die Szene nach der Dornenbekrönung Christi dar. Der sitzende Christus hält mit einer Hand die Wange. 

Der "Zahnwehhergott"

Der Volksmund nennt ihn deshalb „Zahnwehherrgott“. Der Tölzer „Heiland in der Rast“ war früher Ziel von vielen Wallfahrern. Mit Beginn der Marienfrömmigkeit rückte er aus dem Mittelpunkt der Verehrung und kam 1854 ins Tölzer Heimatmuseum. Erst mit der jüngsten Sanierung der Pfarrkirche (2008 abgeschlossen) kam es zur Rückkehr an die alte Heimstatt. Die Pfarrei tauschte mit dem Tölzer Stadtmuseum das bei den Restaurierungsarbeiten in der Kirche gefundene Schwert (vielleicht von Kaspar Winzerer III.) mit der Figur. Sie steht seitdem im ältesten Teil der Kirche, der früheren Glockenstube. Das Schwert wird übrigens im Zuge der Neukonzeption des Tölzer Stadtmuseums künftig in die Ausstellung integriert. chs06

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