Erst drückten (v. li.) Firmenchef Thomas Bauer, Umweltminister Marcel Huber, Bürgermeister Werner Weindl und Landrat Josef Niedermaier den eigens aufgestellten Knopf, dann setzte sich die große Fräse im Hintergrund in Bewegung. Foto: arp

Offizieller Baubeginn: Umweltminister gibt Startschuss am Sylvenstein

Lenggries - Der Traum vieler Männer: einmal ganz große Baumaschinen steuern. Das durfte am Freitagmittag der bayerische Umweltminister Marcel Huber auf der Großbaustelle am Sylvensteindamm.

Gemeinsam mit dem Chef der Schrobenhauser Spezialtiefbaufirma, Prof. Thomas Bauer, Bürgermeister Werner Weindl und Landrat Josef Niedermaier drückte Huber einen eigens aufgestellten roten Knopf und schon begann sich der Kopf der rund 40 Meter hohen Fräse zu drehen. Dieser eher symbolische Akt war der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten auf dem Damm, die seit zwei Wochen laufen (wir berichteten).

Die ersten Lamellen sind gegraben und wieder mit Beton verfüllt. Stück um Stück entsteht so die neue Dichtwand im Damm. 180 Meter lang, 70 Meter tief und einen Meter breit wird sie werden. Sie zu bauen „ist eine technische Herausforderung, die weltweit nur ganz wenig Firmen meistern können“, sagte Huber. Aber es sei eine Herausforderung, der man sich stellen müsse: „Wir richten den Damm für Generationen her und sorgen dafür, dass viele, viele Menschen nicht von Hochwasser bedroht werden.“

Erledigt wird der Bau von der Firma Bauer. „Es ist für uns eine tolle Sache, wir sind riesig stolz“, sagte Chef Thomas Bauer, zeitgleich Präsident des Deutschen Bauindustrieverbands. Die Aufgabe sei durchaus anspruchsvoll: Schließlich muss die neue Wand nicht nur bis tief hinunter ins alte Isarbett reichen, sondern auch links und rechts in steile Bergflanken eingebettet werden. Glücklicherweise „sind wir weltweit der Technologieführer“. Schön sei aber, dass man das den Kunden auch einmal daheim in Bayern zeigen könne: Denn die anderen Projekte des Unternehmens befinden sich momentan in Bhutan im Himmalaya und in den USA.

25 Millionen Euro werden in das Projekt investiert. „50 Prozent davon kommen von der EU“, erklärte Wasserwirtschaftsamtsleiter Roland Kriegsch. Neben der neuen Dichtwand werden ab dem kommenden Jahr ein Sickerwasserstollen gegraben und Drainagepfähle gesetzt. 2015 soll die Modernisierung abgeschlossen werden. (va)

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