Pilger nehmen neuen Jakobsweg in Beschlag

Kochel am See/Benediktbeuern - Die neue Etappe durch das Loisachtal „ist in aller Munde“. Prospektanfragen kommen inzwischen aus ganz Deutschland.

Er ist noch keine 100 Tage alt und schreibt schon Erfolgsgeschichte. Der neue Jakobsweg durch das Loisachtal „ist in aller Munde“, sagt der Kochler Bürgermeister Thomas Holz. Als Vorsitzender des „Vereins zur Förderung des Jakobswegs Isar-Loisach-Leutascher Ache-Inn“ freut er sich, dass der vor einem Vierteljahr eröffnete Pilgerweg so gut angenommen wird. „Bei jeder zweiten Prospektanfrage wird schon der Jakobsweg-Flyer beigelegt“, sagt Holz. „Das ist ein reißender Absatz.“

Auch Rudi Herden, der Geschäftsführer des Jakobsweg-Vereins bestätigt: „Die Broschüre wird sehr gut angenommen.“ Die 20 000 Stück der ersten Auflage seien fast aufgebraucht. Deshalb müsse man sich demnächst Gedanken über eine Neuauflage machen.

Informationen über den Jakobsweg sind nicht nur in gedruckter Form gefragt. Die Internetseite des Vereins (www.auf-dem-jakobsweg.info) verzeichnet laut Herden täglich 30 bis 50 Zugriffe. „Das sind erstaunlich viele Interessenten“, sagt der Geschäftsmann, der auch die Internetseiten von örtlichen Vereinen und Anbietern betreut. Laut Herden ist „deutlich erkennbar, dass der Jakobsweg gut angenommen wird“. Das sei der schönste Lohn für die viele Arbeit.

Der 130 Kilometer lange Jakobsweg-Abschnitt mit seinen zwölf Etappen zwischen dem Kloster Schäftlarn und der Ortschaft Mötz im Inntal wird viel begangen. Davon ist auch Sabine Rauscher von der Gästeinformation Benediktbeuern überzeugt. „Bei uns gehen inzwischen Prospektanfragen aus ganz Deutschland ein.“ Nach der Eröffnung am 12. Juni kamen die Nachfragen noch vorwiegend aus der Region.

In der Touristinfo ist auch eine der 15 Stempelstellen entlang des Jakobswegs, wo die Pilgerpässe abgestempelt werden. So lasse sich die wachsende Akzeptanz verfolgen. Die genaue Zahl der Pilger zu erfassen sei jedoch sehr schwierig. „Da müssen wir noch Überlegungen anstellen, wie wir die registrieren können.“ Rudi Herden glaubt, dass es kaum möglich sein wird, die Pilger zu zählen. „Da hat längst nicht jeder eine Jakobsmuschel umhängen.“

Abgeschlossen ist inzwischen die Beschilderung des Jakobswegs. Herden hat zuletzt selbst noch eine große Tafel am Beginn des Wegs am Kloster Schäftlarn aufgestellt. Bis auf ein paar Abschnitte in Geretsried und Gelting sei die gesamte Strecke sehr gut ausgeschildert.

Nun ist es nach Ansicht von Rauscher und Herden an den Vermietern, dass sie sich auf die neuen Gäste einstellen. Die Pilger bleiben nur eine Nacht und finden deshalb noch nicht in jedem Gasthaus Quartier. Auch das dürfte ein Thema sein beim Pilger-Stammtisch, der erstmals am Montag, 20. September, um 19 Uhr im Gasthof Herzogstand in Benediktbeuern stattfindet. (Alois Ostler)

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