So könnte es in den geplanten Sporthallen auf dem Kasernengelände aussehen. Foto: Camp Woodward

Pläne für Skater-Camp: "Besser geht's nicht"

Lenggries - Während die Gemeinderäte noch zurückhaltend sind, stoßen die Pläne für die Trendsport-Anlage auf dem Kasernen-Areal beispielsweise bei Turnverein und Bergbahn auf Gegenliebe.

Den europäische Ableger des amerikanischen Camp Woodward - ein Zentrum für Action- und Fun-Sportarten - will die Action-Sports-Gesellschaft auf den Lenggrieser Flächen schaffen (wir berichteten). „Mehr als begeistert“ von dieser Idee ist Sigi Kerwien. Für den Chef des Lenggrieser Turnvereins ist es keine Frage, dass die Gemeinde diese Chance ergreifen muss. „Wenn man diesen Zug abfahren lässt, weiß ich auch nicht mehr. Besser geht’s doch eigentlich nicht.“ Kerwien hatte bereits mehrere Gespräche mit den Initiatoren. Und alles, was es bislang über das Projekt gehört hat, überzeuge ihn. Einmal würde der Sportplatz saniert, den der Turnverein nutzt, und durch Umkleiden und Duschen ergänzt. Auch die Mitnutzung der geplanten Sporthallen sei möglich. „Die Lenggrieser Hallen platzen aus allen Nähten. Es werden immer mehr Kinder, die bei uns trainieren. Und hier hätten wir Sportstätten, die dem modernsten Standard entsprechen.“ Auch an einer Kooperation mit der TV-Ruder-Abteilung, die auf dem Sylvenstein trainiert, seien die Woodward-Betreiber interessiert. „Ich hoffe stark auf den Weitblick unserer Gemeinderäte, damit sie erkennen, wie wichtig und gut dieses Projekt ist.“

Gut findet auch Peter Lorenz, Geschäftsführer der Brauneck-Bergbahn, das Projekt. Auch er hat die Initiatoren bereits kennengelernt. „Das würde sicher viele zusätzliche Jugendliche zu uns bringen, die die Bergbahn nutzen - gerade auch unter Woche, wenn wir noch Kapazitäten haben“, ist er überzeugt. Und das das ganze Jahr über. „Im Winter kommen sie zum Snowboarden, im Sommer zum Klettern.“ Er hält die Initiatoren für seriöse Verhandlungspartner. „Camp Woodward gibt es in Amerika ja schon sehr lange.“

Durchaus aufgeschlossen steht auch Klaus Knirk, Chef des Lenggrieser Tourismusvereins, der Idee gegenüber. „Das Konzept würde gut zu uns als Sportdestination passen“, sagt er. Dasselbe gelte auch für die Bemühungen von Gästeinfo-Chefin Stephanie Rehm, ein jüngeres Publikum nach Lenggries zu locken. (Veronika Wenzel)

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