Gemeinderat

Planungen für „Post“ schreiten voran

Jachenau –  Die Gemeinde bereitet Nutzung für Verwaltung, Bistro und Fremdenzimmer vor. Die anstehende Flüchtlings-Unterbringung ist kein Hindernis.

Die Gemeinde Jachenau treibt die Planungen für die künftige Nutzung der „Post“ voran. In seiner jüngsten Sitzung sprach sich der Gemeinderat einstimmig für einen Entwurf aus, der nun die Basis für die Genehmigungsplanung inklusive Brandschutzkonzept und Statik werden soll. Die Vorbereitungen auf die Nutzung als Gemeindeverwaltung, Bistro und Beherbergungsbetrieb laufen also weiter – unabhängig davon, dass wohl in Kürze im ersten Stock bis zu 20 Flüchtlinge einziehen.

Die jetzige Festlegung auf eine Entwurfsplanung lasse noch immer viele Möglichkeiten offen, betonte Bürgermeister Georg Riesch. „Von allen Wünschen, was man noch integrieren könnte, ist noch nichts ausgeschlossen.“ Derzeit ist vorgesehen, dass die Bürger von der Nordseite des Gebäudes her einen behindertengerechten Zugang zur Gemeindeverwaltung bekommen. Hinter der Tür erwartet sie zunächst ein Raum, der als Warte-, Informations- und Ausstellungsbereich dienen könnte. „Die Vereine haben schon angefragt, ob sie sich hier darstellen können“, so Riesch.

Aus dem alten Stüberl des ehemaligen Gasthofs soll der Sitzungssaal des Gemeinderats werden. Dazu gibt es in diesem Gebäudeteil zwei Büros für Angestellte und eins für den Bürgermeister sowie ein Archiv und ein Lager.

Davon abgetrennt soll im Erdgeschoss auf der anderen Gebäudeseite ein Bistro mit Gastraum, Bar, Küche und einem kleinen Büro entstehen. Der bestehende Anbau soll durch ein Nebengebäude ersetzt werden. Hier könnten etwa ein Lager, Mülltonnen und Fahrräder Platz finden.

Der erste Stock und das Dachgeschoss sind für insgesamt 14 Fremdenzimmer vorgesehen. Auch an eine Betreiberwohnung und einen Besprechungsraum ist gedacht. Die genaue Aufteilung könne aber noch mit dem künftigen Betreiber abgesprochen werden, so Riesch. „Je nachdem, ob er zum Beispiel einen Seminarraum braucht, kann man über verschiedenes diskutieren.“

Keine Einschränkung für die Planungen und gegebenenfalls sogar für beginnende Umbauarbeiten stellt laut Riesch die anstehende Belegung mit Flüchtlingen dar. Diese dürfte nach Rieschs Einschätzung kurz bevorstehen. Alle nötigen Brandschutzmaßnahmen seien bereits vorgenommen worden, diese Woche baue man noch eine vorgeschriebene Fluchttür ein.

Auf Rückfrage erklärt Dr. Michael Foerst, zuständiger Abteilungsleiter im Landratsamt, dass aktuell noch die baurechtliche Genehmigung der Nutzungsänderung fehle, um tatsächlich Asylbewerber in die „Post“ einziehen zu lassen. Diese Formalität sei längst auf dem Weg, sagt dazu der Bürgermeister.  ast

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