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Symbolbild

Reaktionen auf SPA-Beschluss

„Bad Tölz braucht einen Leuchtturm“

Bad Tölz – Der Tölzer Stadtrat hat die Weichen für den Bau einer Spa-Anlage gestellt. Immerhin geht es um 11,5 Millionen Euro. Dennoch sind die Reaktionen weitgehend positiv. „Tölz braucht so einen Leuchtturm“, lautet ein Kernsatz.

Alle Befragten sind sich in dem Punkt einig, dass die Stadt „um so einen Schritt gar nicht herumkommt“, wie es Holger Strobel, Leiter der Sportjugendherberge und Mitglied im Vorstand des Vereins „Gesundes Bad Tölz“, formuliert. „Kolberbräu“-Geschäftsführer Karlheinz Leimer spricht von einem „Leuchtturm“, den eine Fremdenverkehrsstadt wie Tölz benötigt, um Übernachtungen mit aufregenden Erlebnissen für Gäste verbinden zu können. Das Natura-Tölz-Konzept für das Spa kommt Leimer dabei sehr schlüssig vor. Die Stadtväter, so findet er, „haben einen guten Job gemacht“. Zwischen der Größe der Anlage und dem unternehmerischen Risiko sei eine vernünftige Balance geschaffen, glaubt er.

„Ich freue mich darauf“, sagt Karl Hirsch, Inhaber des gleichnamigen Sportstudios über das ganze Hotel-, Spa- und Gesundheitspräventions-Konzept zwischen Arzbacher- und Bockschützstraße. Der Standort sei gut anfahrbar und nahezu ideal. Mit dem Angebots-Mix „ist Bad Tölz gut aufgestellt“. Der 66-Jährige sieht sich selbst als erfahrener Sport-, Fitness- und Bewegungs-Experte durchaus in einer zentralen Rolle. Rund 6000 Übernachtungen jährlich würden schon jetzt durch seine BKK-Aktivwochen für viele kleinere Gastgeber generiert. Hirsch erkennt da weiteres Potenzial. Er verhandelt derzeit mit „Redserve“ und „Arcus“ über den Sport-, Fitness- und Präventions-Bereich, der neben den neuen Hotels entstehen soll. Der müsse im ersten Bauabschnitt realisiert werden. „Wir müssen übergangslos weitermachen können.“ Hintergrund: Hirsch muss den Standort Bockschützstraße aufgeben, weil dort das Spa gebaut wird.

Was sagt eigentlich Anton Hoefter zum neuen Spa? Ohne seine Meinung im Detail zu erläutern, verweist der Jod-AG-Chef auf seine Antwort, die er vor einem Jahr in einem Gespräch mit dem Tölzer Kurier zur Frage nach Bad Tölz im Jahr 2030 gegeben hat. Bad Tölz, in dem kleine Hotels erfolgreich arbeiten würden, werde „dann hoffentlich ein städtisches Spa haben“.

Eine Marke „Bad Tölz“ ohne Bad, „das ist wenig sinnvoll“, sagt Hannes Zintel, Vorsitzender von „Gesundes Bad Tölz“ und freut sich über die positive Stadtratsentscheidung. Die Stadt beweise damit, dass sie wirklich hinter dem Fremdenverkehr stehe. Der Blombergbahn-Chef erwartet sich von dem Spa und den zwei geplanten Hotels wichtige Impulse nach innen und außen. Die verbesserten touristischen Rahmenbedingungen seien auch ein wichtiges Signal für „die nächste Generation“ der Gastgeber.

„Irgendetwas in der Art braucht Tölz“, sagt Alt-Stadtrat Franz Mettal (Grüne) über das Spa. Er zweifelt allerdings am Alleinstellungscharakter des Natura-Tölz-Konzepts und sagt das unverblümt: „Das Konzept ist mir zu dünn.“ Mit der geplanten Bebauung vor seiner Haustür kann der Isarleiten-Anwohner leben, „wenn die Höhe der Bebauung an die Umgebung angepasst wird“. Man lebe an der Stelle nun mal nicht mehr auf einer Insel wie vor 30 Jahren. Den Wandel hätten schon die Umgehungsstraße und der Parkplatzbau eingeleitet. Christoph Schnitzer

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