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Regisseur macht Redakteure fit für die Bühne

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Regisseur Tristan Berger.

Bad Tölz – Kurioses, Witziges und Nachdenkliches rund um den Alltag der Heimatzeitung lesen fünf Redakteure des Tölzer Kurier am kommenden Samstag bei „Best of Heimatzeitung“ im Kurhaus.

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Derzeit wird noch mit Regisseur Tristan Berger geprobt. Der Dramaturg, Theaterpädagoge und Autor versucht zusammen mit Abo-Tölz-Veranstalter Wolfgang Ramadan, die Journalisten fit für die Bühne zu machen.

-Herr Berger, wie ist denn für Sie die Arbeit mit Laien?

Ich kenne die Mannschaft ja schon seit zwei Jahren, und ich überlege mir beim Zusammenstellen des Materials ganz genau, welcher Text zu wem passt: Christoph Schnitzer hat einen bayerischen Einschlag, Veronika Wenzel beherrschte diesen leicht süffisanten Ton gut und bei Andreas Steppan ist dessen hochdeutscher Einschlagnicht zu überhören– so etwas unterstützt meine Arbeit und ist für das Gelingen noch viel wichtiger als bei Profis.

-Wie machen sich die Kollegen denn so?

Es geht ja nicht ums Spielen, sondern darum, gut zu lesen. Das ist nicht jedem in die Wiege gelegt. Ich habe aber den Eindruck, sie machen es dieses Mal schon gelassener und haben ein ganz gutes Gespür dafür bekommen, welche Tonlage und Stimmung angebracht sind. Einen wütenden Leserbrief eben nicht wütend vorzulesen, sondern besonders trocken – das macht es aus. Oder etwas so zu lesen, als würde man es sich erzählen. Das ist gar nicht so einfach.

-Was ist heuer anders als vor zwei Jahren?

Damals war viel Mut gefragt, auf die Bühne zu gehen, Vertrauen in die Sache zu haben und auch die Vorstellungskraft aufzubringen, dass es gut werden wird. Diese Gefühle waren damals nicht immer vorhanden. Jetzt haben die Redakteure zu den Texten schon ganz andere Bilder im Kopf und kommen auch mit konkreten Vorschlägen, von denen ich mich gerne mal überzeugen lasse.

-Was gefällt Ihnen persönlich an dem Konzept, Stilblüten aus der Zeitung auf die Bühne zu bringen?

Das Besondere daran ist die Authentizität: Diejenigen, die es lesen, hatten selbst damit zu tun, haben die Texte selbst geschrieben – oder auch die Fehler verursacht. Das finde ich spannend und reizvoll.

-Haben Sie damit gerechnet, dass es ein Erfolg wird?

Ich habe zumindest gewusst, dass es kein Reinfall wird. Und es haben sich auch Zuschauer, die nicht aus Tölz kommen, köstlich amüsiert. Joachim Braun hatte damals nach der überstandenen Premiere bemerkt, dass so ein gelungener Abend ziemliche Glückgefühle bereiten kann. Das einzige, was mir jetzt Sorgen macht, ist die gewachsenen Erwartungshaltung des Publikums. Wir müssen dieses Mal natürlich noch viel besser sein.

-Schaffen das die Kollegen?

Na, das werden wir heute bei der Probe gleich mal sehen.

Infos und Karten

„Best of Heimatzeitung“ beginnt am Samstag, 23. Oktober, um 20 Uhr im Tölzer Kurhaus. Für die Musik sorgt die Gruppe Barcarole. Karten gibt es bei der Tourist-Info unter Telefon 0 80 41/ 78 67 15.

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