1150 Reichersbeurer stellten sich Ende Juli 2019 unter Kommando von Hias Krinner für dieses sagenhafte Foto auf. 2020 sollte eigentlich die erste urkundliche Erwähnung von Reichersbeuern und Sachsenkam in den beiden Dörfern groß gefeiert werden. Leider kam dann alles ganz anders.
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1150 Reichersbeurer stellten sich Ende Juli 2019 unter Kommando von Hias Krinner für dieses sagenhafte Foto auf. 2020 sollte eigentlich die erste urkundliche Erwähnung von Reichersbeuern und Sachsenkam in den beiden Dörfern groß gefeiert werden. Leider kam dann alles ganz anders.

Gemeinden zurückhaltend mit aktiver Planung

1000-Jahr-Feiern in Reichersbeuern und Sachsenkam der Warteschleife

  • Christiane Mühlbauer
    vonChristiane Mühlbauer
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Eigentlich wollten die Gemeinden Reichersbeuern und Sachsenkam schon im vergangenen Jahr umfangreich ihre erste urkundliche Erwähnung vor 1000 Jahren feiern. Ob sie die Jubiläums-Feste heuer nachholen können, lässt sich derzeit noch nicht sagen.

Reichersbeuern/Sachsenkam - In Reichersbeuern war angedacht, das Fest auf den 6. bis 9. Mai zu verschieben. Doch Bürgermeister Ernst Dieckmann ist skeptisch, ob sich der Termin halten lässt. „Derzeit kann ich mir das nicht vorstellen.“ Dabei hatte die Gemeinde ohnehin schon abgespeckt. Geplant waren ein Fest in der Turnhalle mit einer Openair-Kultur-Veranstaltung sowie ein Theaterprojekt im Sommer. Am Reichersbeurer Schloss sollten Szenen aus dem Leben der Anna von Pinzenau, der Gründerin von Kloster Reutberg, dargestellt werden, so war der Plan von Projektleiter Klaus Steinbacher. Dafür sind jedoch Proben notwendig. „Ob sich das zu diesem Zeitpunkt schon alles machen lässt, kann man derzeit noch nicht sagen“, erklärt Dieckmann. „Realistisch betrachtet vermutlich nicht.“ Der Festausschuss wird sich wieder nach Ostern treffen, um das weitere Vorgehen abzusprechen. „Derzeit arbeiten wir an den Terminen jedenfalls nicht aktiv.“ Das 1000-jährige Bestehen der Gemeinde werde man aber „auf jeden Fall feiern“, sagt Dieckmann, wann es die Corona-Situation eben zulasse.

Ebenso wie Reichersbeuern wurde auch Sachsenkam im Jahr 1020 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Beide Dörfer gehörten zum Einzugsgebiet des Klosters Tegernsee. Auch in Sachsenkam verhält man sich in Bezug auf die geplante Feier zurückhaltend. Grundsätzlich sei man bestrebt, die Feierlichkeiten nachzuholen, sagt Bürgermeister Andreas Rammler. „Wir visieren gerade ein Wochenende Mitte September an.“ In Frage komme eine Feier von Freitag bis Sonntag mit Festabend, Gottesdienst und Umzug. „Auch für die jüngere Generation würden wir gerne was Besonderes anbieten“, sagt Rammler. Konkret sei man in die Vorbereitungen aber noch nicht eingestiegen: „Wir müssen erstmal schauen, wie sich die Coronalage und die Impf-Situation entwickelt, bevor wir zum Beispiel mit Musikern in Kontakt treten“, sagt der Bürgermeister.

Das Sachsenkamer Jubiläumsbier werde aber jedenfalls weiterverkauft. Erhältlich sind die Flaschen jeden Samstag von 10 bis 11.30 Uhr am Feuerwehrhaus in Sachsenkam.

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