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Historischer Freudentag: 30 Jahre nach dem Mauerfall veranstaltet die Max-Rill-Schule in Reichersbeuern eine Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen. 

Am Freitagabend in der Schule

30 Jahre Mauerfall: Podiumsdiskussion im Schloss

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Mit interessanten Gästen auf dem Podium lädt die Max-Rill-Schule in Reichersbeuern am Freitagabend zur einer Diskussionsrunde über die Deutsche Einheit ein.

Reichersbeuern – Mit dem 30. Jahrestag des Mauerfalls befasst sich das Max-Rill-Gymnasium Reichersbeuern in dieser Woche. Neben verschiedenen Projekten in den einzelnen Klassen findet am Freitag, 8. November, in der Aula der Schule eine öffentliche Podiumsdiskussion statt, Beginn ist um 19 Uhr. Dabei kommen Zeitzeugen aus Ost und West ins Gespräch.

Auf dem Podium vertreten ist unter anderem die in der DDR aufgewachsene Lehrerin Christine Seidemann. Sie sagt: „Für unser behindertes Kind gab es die Schulpflicht erst mit der deutschen Wiedervereinigung. Behinderte wurden in der DDR oft interniert.“

Mit dabei ist zudem Andreas Schönau. Er beschreibt seine Wandlung „vom überzeugten Freiheitsverweigerer zum überzeugten Freiheitsverteidiger“. Ein weiterer Teilnehmer ist Heinz Jürgen Blüm. Er sagt im Nachhinein zum Aufschwung Ost: „Es hätte auch schiefgehen können.“

Und schließlich ist auf dem Podium auch die Reichersbeurer Schulleiterin Carmen Mendez vertreten. Sie erinnert sich noch gut, wie sie von Einheimischen gefragt wurde, ob sie denn als Ostdeutsche „hier eigentlich arbeiten dürfte an einer bayerischen Schule“.

Die Podiumsdiskussion wird von Schülern des Max-Rill-Gymnasiums und des Beruflichen Gymnasiums Jena-Göschwitz moderiert. Die jungen Moderatoren werden auf ihre Aufgabe in einem Workshop von Klaus Wenzel, dem Ehrenpräsidenten des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, vorbereitet.

Das Publikum ist laut Einladung aufgefordert, sich mit Fragen und Beiträgen in die Diskussion einzubringen.

In der Reichersbeurer Aula sind Fotos aus dem heutigen Ostdeutschland ausgestellt, die laut Carmen Mendez die Zerrissenheit des Landesteils darstellen. „Wir zeigen authentisches Material aus der DDR und der Wendezeit“, so die Schulleiterin. Unter anderem sind die Verkündung des Rücktritts von Erich Honecker und die Machtübergabe an Egon Krenz im „Neuen Deutschland“ zu sehen sowie die satirische Verarbeitung des Übergangs von der Wende zur Vereinigung.

Die Schülerergebnisse präsentiert die Schule in Teilen bereits am Freitagabend vor der Podiumsdiskussion und dann am Samstag, 9. November, voraussichtlich ab 10.30 Uhr bis gegen 12 Uhr.    

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