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Der Verkauf ist besiegelt (v. li.): Hubert Stehr, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank im Oberland, sein Stellvertreter Manfred Klaar, Notar Michael Leitenstorfer und Bürgermeister Ernst Dieckmann. 

Grundstücksrochade im Ortskern

„Altwirt“ und Bankfiliale gehören jetzt der Gemeinde Reichersbeuern

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Reichersbeuern – Es ist vollbracht: Am Mittwoch besiegelten die Gemeinde Reichersbeuern und die Vorstände der Raiffeisenbank im Oberland bei Notar Michael Leitenstorfer die Grundstücksrochade im Ortskern. „Ich bin sehr froh, dass das alles so geklappt hat“, sagte Bürgermeister Ernst Dieckmann.

Wie berichtet hat die Gemeinde von der Raiba den Gebäudekomplex gekauft, in dem sich der Altwirt und derzeit noch die Bankfiliale befinden. In Letztere möchte in naher Zukunft die Gemeindeverwaltung umziehen. Die Raiffeisenbank wiederum hat den schräg gegenüber liegenden „Neuwirt“ von der Familie Pirchmoser gekauft. An seiner Stelle entsteht eine neue Zweigstelle – und das schneller als ursprünglich gedacht. „Der Neuwirt wird leider nur noch bis Jahresende offen sein. Dann ist Schluss“, sagt Dieckmann. Ursprünglich sei man davon ausgegangen, dass der Wirtshaus-Betrieb noch zwei, drei Jahre weiterlaufe.

Da dem nicht so ist, steigt die Bank nun schneller in Planung der neuen Niederlassung ein. Sprich: Die Räume gegenüber werden früher frei. „Und wir werden uns schneller Gedanken machen müssen über den Umzug des Rathauses“, sagt Dieckmann. Bereits 2018 könnte es soweit sein. Auch für den bisherigen Verwaltungsstandort gibt es bereits vage Überlegungen: Sie reichen von der Einrichtung eines Dorfladens und/oder einer Arztpraxis bis hin zu sozialem Wohnungsbau.

Wichtig ist dem Bürgermeister, dass durch diese Grundstücks-Rochade der Erhalt des „Altwirts“ und vor allem des großen Veranstaltungssaals gesichert wurde. „Das kulturelle Leben des Dorfs hängt an diesem Saal“, sagt Dieckmann. Ob die Gemeinde allerdings auf Dauer Eigentümer des Gasthauses sein wird, ist fraglich. „Es gibt Interessenten, die den Altwirt von uns erwerben wollen“, sagt der Rathauschef. Konkret sei man mit zwei Bewerbern im Gespräch. Bis Ende Januar könnten sich aber gerne noch weitere Interessenten bei der Gemeinde melden. Ob man wirklich verkaufe oder sich nur einen Partner mit ins Boot hole – diese Fragen seien offen. Bei einem Verkauf sei aber klar: „Wir werden ein Rückkaufsrecht für den Saal festschreiben, um ihn auf Dauer für den Ort zu sichern.“ Die Gemeinde habe nun jedenfalls „das Heft des Handelns in der Hand“. Und dabei habe man mit der Raiffeisenbank „einen guten Partner, der uns von Anfang an auch in seine Planungen miteinbezieht“.

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