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Wie soll sich Reichersbeuern weiterentwickeln? Darüber können Bürger am kommenden Montag mit Bürgermeister Ernst Dieckmann sprechen.

Veranstaltung in der Schule

Bürger sollen sich zu Wort melden

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Wie soll die künftige Bebauung im Dorf aussehen? Und überhaupt: Wie soll sich Reichersbeuern entwickeln? Das sind Fragen, die Bürgermeister Ernst Dieckmann und der Gemeinderat mit den Einwohnern zusammen diskutieren möchten. Die erste Veranstaltung dazu findet am Montag, 26. Juni, statt.

Reichersbeuern –Im Mittelpunkt steht zuerst die Entwicklung eines Leitbilds, das den Titel „Bauen in Reichersbeuern“ trägt. „Der Bürger soll sich darin zu 100 Prozent wiederfinden“, sagt Dieckmann.

Das Leitbild soll Grundlage für die neue Ortsgestaltungs- und Stellplatzsatzung sein. Bereits heute trifft die Gemeinde in bestimmten Bereichen Festsetzungen darüber, wie gebaut werden darf, erklärt Dieckmann. „Es handelt sich um Bereiche, in denen ein Bebauungsplan besteht.“ In Bereichen, in denen dieser nicht existiert, gibt es diese Regelungen nicht. „Mit den jetzt vorgesehenen Satzungen soll in einigen, wichtigen Bereichen eine Vereinheitlichung erzielt werden.“

Das Leitbild, über das nun diskutiert wird, soll definieren, welche Bebauung sich die Reichersbeurer in Zukunft wünschen. „Es soll für den Bauwerber nicht als feste Regel, sondern vielmehr als Richtschnur dienen“, sagt der Bürgermeister. Bei dem Treffen in der Aula der Schule ist auch ein Planer dabei, der fachliche Hintergründe, etwa zu juristischen Definitionen, geben kann.

Dieckmann ist gespannt, wie viele Bürger kommen. „Ich hoffe natürlich, viele.“ Er wünsche sich „lebhafte Diskussionen“ – etwa darüber, wie man Freiflächen im Dorf künftig behandelt. Der Rathauschef ist sich bewusst, dass es durchaus Schwierigkeiten geben kann, einen Konsens zu finden. „Je nachdem, wie sich die Diskussion entwickelt, werden dann Arbeitsgruppen gebildet.“ Es werde „auf jeden Fall einen Konsens geben müssen“. Ziel sei es, die neue Ortsgestaltungssatzung im November zu beschließen.

Die Bürgerbeteiligung ist auch ein erster Schritt hin zur Dorferneuerung. Wie bereits mehrfach berichtet hat sich die Gemeinde zu diesem Verfahren entschieden, das zum Beispiel Bichl schon erfolgreich fast abgeschlossen hat. Der Prozess dauert allerdings Jahre und entsteht in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ländliche Entwicklung in Thierhaupten nahe Augsburg. Dort besuchten einige Gemeinderäte und Bürger schon ein vorbereitendes Seminar (wir berichteten).

Derzeit gibt es laut Dieckmann eine Arbeitsgruppe, bestehend aus vier Gemeinderäten und zwei Bürgern, die einen Aufgabenkatalog entwickelt. Wenn dieser fertig ist, sind alle Einwohner zu einer Versammlung eingeladen, in der sie festlegen können, welche Themen angepackt werden sollen. Jüngst wurden Wohnen, Gastronomie und Kultur ganz oben auf die Liste gesetzt. Wenn die Bürger entschieden haben, wird eine Teilnehmergemeinschaft gewählt, die beginnen wird, Projekte anzupacken.

Dieckmann rechnet damit, dass die Teilnehmergemeinschaft „frühestens 2018“ gewählt wird, auch aufgrund einiger formaler Herausforderungen, die das Amt vorschreibt. „Für diese Prozesse brauchen wir einen langen Atem.“

Der Diskussionsabend

findet am Montag, 26. Juni, um 19 Uhr in der Aula der Grundschule Reichersbeuern statt. Alle Bürger sind eingeladen.

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