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Im Altarraum von St. Korbinian: Der frisch geweihte Diakon Joachim Baumann leitet die Agapefeier ein. 

Diakonweihe von Joachim Baumann

„Do bin i“

Er ist ein leidenschaftlicher Christ, der neue Diakon von Gaißach, Reichersbeuern und Greiling. Joachim Baumann ist am Samstagabend mit einer besonderen, feierlichen Vesper und einem Agapemahl als frisch geweihter Seelsorger in Reichersbeuern empfangen worden.

Reichersbeuern – Der Gaißacher Bürgermeister Stefan Fadinger berichtete im Pfarrsaal von der Diakonenweihe am Samstagvormittag im Münchner Dom: „Als unter den Antworten statt ,Hier bin ich‘ ein ,Do bin i‘ kam, da wussten wir, das war jetzt unser Joachim.“

Baumann bedankte sich bei den Pfarreimitgliedern für die Begleitung und sagte zu den Lokalpolitikern: „Ihr ward die einzigen Bürgermeister bei der Weihe.“ Neben Fadinger war auch sein Reichersbeurer Kollege Ernst Dieckmann nach München gefahren. Da Baumann seit März bereits als Pastoralreferent seinem Vorgänger Jörg Lücke gefolgt war, kennen die Ministranten den Diakon bereits gut. Sie schenkten ihm eine Espressomaschine, und Baumann gab zu: „Ihr habt meine Leidenschaft schon entdeckt.“

Der Gaißacher Pfarrgemeinderatsvorsitzende Franz Wieser überreichte Baumann eine selbst gefertigte Handschrift über den Bibeltext der „Wahl der Sieben“. Baumann äußerte einen weiteren Wunsch an die Kirche: „Dass es auch Diakonissinen geben wird“, sagte er im Pfarrsaal. Die Pfarrgemeinderätin Rosi Matheis sagte über den Geistlichen, dass er an der wachsenden Verbindung der drei Pfarreien arbeite, seit er hier angefangen habe. „Familie und Jugend sind derzeit seine Schwerpunkte“, gab sie Auskunft. Dass Baumann bereits die Messdiener aus drei Pfarreien zusammentrommeln kann, bewies die Vesper um 18 Uhr. Das Läuten der Glocken und die fröhliche Schar der Jugendlichen vor der Kirche machten deutlich, dass eine besondere Vesper stattfand. Beim Einzug füllte die Prozession der Ministranten die gesamte Länge des Mittelgangs. Chor und Trompete umrahmten musikalisch die Andacht.

Baumann predigte mit lauter Stimme und großen Gesten. Die heutige Zeit brauche Herzenskräfte, sei es in den Krisen der Welt oder im Beruf und in der Schule. Beim Segen von Brot und Wein für das anschließende Agapemahl forderte der neue Diakon die Besucher auf, sich über den Mittelgang hinweg die Hände zu reichen. Das sorgte auch für vereinzeltes Kopfschütteln. Aber nach Baumanns herzlicher Einladung zur Feier in den Pfarrsaal verließen die Pfarrangehörigen in heiterer Stimmung St. Korbinian.  bib

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