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Bilanz im „Altwirt“: Die Gemeinderäte der Freien Wähler Reichersbeuern (v. li.) Korbinian Reiter, Karl Joachim, Johann Niggl, Klaus Harrer, Martina von Sigriz und Bürgermeister Ernst Dieckmann.

Freie Wähler

„Durststrecke“ in der Reichersbeurer Gastronomie

Auch die Veränderungen in der dörflichen Gastronomie-Szene beschäftigten die Reichersbeurer Freien Wähler in der Jahresversammlung.

Reichersbeuern Die Freien Wähler in Reichersbeuern legen auf ihre Unabhängigkeit von Parteiprogrammen und Vereinsstatuten großen Wert. Am Freitag trafen sie sich im „Altwirt“ zum Rückblick auf die Arbeit im Gemeinderat.

Das Interesse aus der Bevölkerung blieb überschaubar, obwohl sich in Reichersbeuern im vergangenen Jahr im wahrsten Sinne des Wortes einiges bewegt hat, wie es Klaus Harrer als Sprecher der Freien Wähler formulierte. Die Vergabe der Grundstücke im neuen Baugebiet am Margaritenweg zum Beispiel, bei der nur Einheimische zum Zug gekommen seien. Die Sanierung der Kreisstraße nutzte die Gemeinde zur Anlage eines Gehsteigs in einem Teilbereich der Tölzer Straße. Die Dorferneuerung wurde auf den Weg gebracht, dem Maibaum ein neuer Standort zugeordnet und man sei dabei, eine „schlanke“ Ortsgestaltungssatzung zu entwickeln.

Möglich sei dies, weil im Gemeinderat an einem Strang gezogen werde und mit Bürgermeister Ernst Dieckmann ein Mann an der Spitze stehe, der die Dinge anpacke. „Manchmal müssen wir ihn schon ein wenig einbremsen“, scherzte Harrer.

Eine gewisse „Durststrecke“ werden die Reichersbeurer noch beim „Altwirt“ zu überwinden haben, bis der reguläre Wirtshausbetrieb nach Pächterwechsel und Sanierungsmaßnahmen wieder in gewohnten Bahnen verläuft. Der Altwirtsaal werde vom Pächter der Gaststätte betrieben, bleibt aber im Besitz der Gemeinde. „Die Gemeinde hat alles dafür getan, dass es in Reichersbeuern ein Wirtshaus geben wird“, betonte der Rathauschef. Nach den Umbauarbeiten liege es an den Reichersbeurern selbst, dass dies für die Zukunft Bestand habe.

Mit der Ruhe in der Dorfmitte wird es laut Dieckmann in Bälde vorbei sein, weil die Abbrucharbeiten beim „Neuwirt“ unmittelbar bevorstehen. Mit dem Umzug der Bank in das geplante neue Geschäftsgebäude sei im nächsten Jahr zu rechnen. Unabhängig davon strebe die Gemeinde vorab Umbaumaßnahmen in den Teilbereichen an, die von den Bankern jetzt nicht mehr genutzt werden.

Die Gestaltung der Ortsmitte soll laut Dieckman erst in etwa zwei Jahren vorgenommen werden. Dies gelte auch für die Sanierung der Tegernseer Straße bis zum Ortsbeginn im Osten. Hintergrund sei die eingeleitete Dorferneuerung. Ein heißes Eisen sei der Bau der Dorfentlastungsstraße. Hier sei man sich mit zwei Grundbesitzern einig, bei einem weiteren scheinen die Verhandlungen zur Hängepartie zu werden.

Zum Abschluss wies Harrer auf die näherrückende Kommunalwahl im Jahr 2020 hin und forderte dazu auf, sich als Kandidaten für den Gemeinderat zur Verfügung zu stellen, da einige Amtsinhaber nicht mehr zur Wiederwahl antreten werden.  ps

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