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Raiffeisenbank wird zum Rathaus: Bürgermeister Ernst Dieckmann am Eingang der künftigen Gemeindeverwaltung.  

Gemeinderatssitzung

Fahrplan für Reichersbeurer Rathaus-Umzug steht

Im Sommer  2019 will die Gemeinde Reichersbeuern in das neue Rathaus umziehen. Der Gemeinderat befasste sich jetzt mit dem eigenen Bauantrag auf Umbau und Umnutzung der bestehenden Raiffeisenbank Geschäftsstelle in ein Rathaus.

Reichersbeuern Wie Bürgermeister Ernst Dieckmann erklärte, will die Gemeinde frühzeitig mit den Umbauarbeiten im Außenbereich und im Obergeschoss beginnen. Dafür herrscht mit den Bankern Einvernehmen, die sich ihrerseits bereits im Sommer aus dem ersten Stock zurückziehen und ihre Arbeit vom Erdgeschoss aus erledigen werden.

Als erste Maßnahme ist der Bau eines Windfangs im Eingangsbereich geplant. Außerdem wird an der Südseite ein Außenlift angebaut, mit dem die Bürger das obere Stockwerk barrierefrei erreichen können. Weitere Veränderungen am äußeren Erscheinungsbild des Gebäudes sind nicht vorgesehen. Nachdem sich die Bankangestellten ins Erdgeschoss zurückgezogen haben, können im Obergeschoss die Büroräume umgestaltet und der künftige Sitzungssaal des Gemeinderates eingerichtet werden. „Dies ist mit den Mitarbeitern und der Verwaltungsgemeinschaft so abgestimmt worden“, betonte der Rathauschef.

Verläuft der Bau des Bankgebäudes und der Umzug der Banker nach Plan, steht nach einer kurzen Umbauphase im Erdgeschoss auch dem Umzug der Gemeinde in das neue Rathaus nichts mehr im Wege. Im Sommer nächsten 2019 soll es soweit sein. Falls der Fahrplan nicht eingehalten werden kann, wird sich der Umzug allerdings um ein Jahr verzögern. Geschuldet wäre dies den zusätzlichen Aufgaben, die durch die anstehende Kommunalwahl entstehen.

Rund 324 000 Euro werden die Umbaumaßnahmen und der Umzug ersten Schätzungen zufolge kosten. Maria Fährmann bemängelte die finanzielle Belastung, wo doch im Vorfeld immer davon gesprochen worden sei, dass man das Bankgebäude ohne große Umbaumaßnahmen übernehmen könne. Sie verweigerte deshalb ihre Zustimmung zu dem Vorhaben. Bürgermeister Dieckmann stellte dazu fest, dass ein Aufzug in das Obergeschoss vor allem für Behinderte und ältere Bürger eine Erleichterung darstellt, „die nicht zum Nulltarif zu bekommen ist“.

Ein weiterer Antrag der Gemeinde betraf den Umbau des „Altwirts“, der ebenfalls im Sommer durchgeführt werden soll. Außenwirkung wird dabei nur die Umgestaltung des Eingangsbereichs und des Ausgangs zum Biergarten haben. In beiden Fällen soll ein Windfang angebaut werden. Über den Biergarten wird künftig ein barrierefreier Zugang ins Gasthaus möglich sein.

Der Gastraum im Inneren wird durch die Entfernung des bisherigen Eingangsbereichs und der Trennwand des Nebenzimmers deutlich vergrößert. Eine mobile Trennwand wird dafür sorgen, dass der Nebenraum bei Bedarf wieder von der Gaststube abgetrennt werden kann. Im Bereich der Schänke wird eine Durchreiche in den Altwirtsaal geschaffen. Außerdem wird eine Toilette für Behinderte eingerichtet, und im Obergeschoss werden Renovierungsarbeiten durchgeführt. Gegen diese Umbaumaßnahmen gab es keinen Einwand. ps

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