Josef Sixt - ausgezeichneter Autofahreraus Reichersbeuern

50 Jahre unfallfrei: Nicht zu schnell fahren und immer mitdenken

Bad Tölz-Wolfratshausen – 50 Jahre lang unfallfrei Autofahren – das schaffen nur wenige. Einer davon ist der Reichersbeurer Josef Sixt, der für diese Leistung nun von der Kreis-Verkehrswacht ausgezeichnet wurde. Im Interview mit dem Tölzer Kurier verrät er sein Erfolgsgeheimnis.

Wie schafft man es, 50 Jahre unfallfrei Auto zu fahren?

Josef Sixt:  Ja mei. Man darf nicht übermäßig schnell fahren und muss mitdenken.

Wie würden Sie Ihren Fahrstil beschreiben?

Sixt:  Nicht schlafend, aber auch nicht rasend. Ich möchte in keiner Weise auffallen. Nicht weil ich zu schnell fahre und nicht weil ich zu langsam bin. Dann hat man am meisten Ruhe von der Polizei (lacht).

Hatten Sie als Autofahrer trotzdem schon Kontakt mit der Polizei?

Sixt: Angetrunken hätten sie mich nie erwischen können. Aber vor drei Jahren haben sie mich mal angehalten. Es war Winter, richtig kalt. Die Fenster waren zugefroren. Ich habe ein kleines Sichtfenster freigekratzt und bin in Hauserdörfl losgefahren. Die Polizisten sind hinter mir hinterher und wollten mich aufhalten. Aber ich hab’ nichts gesehen, weil rundherum alles zugefroren war. Dann haben sie mich überholt, sind rechts rangefahren. Da hab’ ich sie wieder überholt.

Die Polizisten dürften nicht begeistert gewesen sein. . .

Sixt:  Ich musste einen Alkoholtest machen und in ein Röhrchen blasen. Natürlich hat nichts gefehlt. Anschließend habe ich eine Stunde mit denen geratscht. War nett.

Gab es schon richtig brenzlige Situationen?

Sixt: Ich hatte mein Leben ein Problem: Ich musste seit meiner Jugend immer kämpfen, dass ich nicht einschlafe. Aber ich hatte nie Pech. Nur einmal habe ich leicht einen Zaun gestreift. Da ist weiter nichts passiert. Vor zwei Jahren habe ich neue Herzklappen bekommen, und seither gibt es dieses Problem nicht mehr.

Wie viele Kilometer fahren Sie pro Jahr?

Sixt: Mit dem Auto bin ich nicht so oft unterwegs, meistens fahre ich mit dem Traktor. Seit dem 14 Lebensjahr habe ich dafür einen Führerschein.

Wie haben Sie den Traktor-Führerschein bekommen?

Sixt: Ich musste in München Fragen beantworten und einen Lebenslauf schreiben.

Mussten Sie auch einen Fahrtest machen?

Sixt:  Nein, gar nicht. Da musste ich daheim trainieren, wie man einen Traktor steuert. Ich durfte erst nur zwischen Reichersbeuern und Schaftlach hin- und herfahren, wo wir unsere Höfe hatten. Ab dem 16. Lebensjahr durfte ich dann überall hin.

Wie haben Sie Ihren Auto-Führerschein bekommen?

Sixt: Ich musste elf Fahrstunden machen. Für 60 Mark habe ich den Motorrad-Führerschein gleich mitgemacht.

Interview: Patrick Staar

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