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Anfang Juli starb eine Reichersbeurerin beim Abbiegen in die B472.

Kein Linksabbiegeverbot an der Auffahrt zur B 472

Das Linksabbiegen in die Bundesstraße 472 wird bei Reichersbeuern nicht verboten. Das beschloss der Gemeinderat nun in seiner Sitzung.

Reichersbeuern In der Julisitzung des Reichersbeurer Gemeinderats hatte Maria Fährmann beantragt, dass sich die Gemeinde Reichersbeuern für ein Linksabbiegeverbot bei der Auffahrt zur Bundesstraße 472 von der Probststraße kommend einsetzt. Anlass dafür war der tragische Verkehrsunfall Anfang Juli, bei der eine Reichersbeurerin tödlich verunglückt war.

Nach Fährmanns Vorschlag fand vor Kurzem eine Besprechung mit Vertretern der Gemeinde, der Polizei, des Landratsamts und des Straßenbauamts statt, bei der die Situation diskutiert wurde. Wie Bürgermeister Ernst Dieckmann in der jüngsten Gemeinderatsitzung berichtete, könne die Einrichtung eines Abbiegeverbots in Richtung Bad Tölz nur mit baulichen Maßnahmen vorgenommen werden. Für ein Abbiegeverbot war im Gemeinderat keine Begeisterung zu erkennen. Zweiter Bürgermeister Andreas Melf hielt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Stundenkliometer in beiden Richtungen für angemessen. Fährmann blieb skeptisch. 

„Was hilft eine Geschwindigkeitsbegrenzung ohne Kontrolle?“, fragte sie. Klaus Harrer wies auf den Mehrverkehr durch den Ort hin, den eine Sperrung verursachen würde. „Wem die Ausfahrt zu gefährlich erscheint, der sollte hier nicht ausfahren“, sagte er und riet, die Auffahrt vom Engen Gasteig oder im Bereich der Bachkapelle zu wählen. Josef Bichlmair zeigte langfristige Möglichkeiten auf. „Wir sollten uns überlegen, ob nicht der Bau einer Straße zum Maxlmoosweg die Entlastung für den Ortskern bringen kann.“ Außerdem lasse sich so auch die Nutzung der Auffahrt auf die B 472 in Richtung Tölz reduzieren. (ps)

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