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„Wir sind alle für die Artenvielfalt“: Imker-Bezirksvorsitzender Josef Reithmeier (li.) bei der Kreisverbandsversammlung der Bienenzüchter im Reichersbeurer „Altwirt“. 

Jahresversammlung

Kritik der Kreis-Imker am Bienen-Volksbegehren 

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Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ war ein großes Thema in der Kreisversammlung der Imker in Reichersbeuern.

Reichersbeuern – Kaum überraschend, dass das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ein großes Thema in der Hauptversammlung des Kreisverbands der Imker im Landkreis Miesbach und im südlichen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen war. Dabei versuchte Josef Reithmeier, der oberbayerische Imker-Bezirksvorsitzende Dampf aus dem Kessel der Empörung abzulassen: „Wir sind doch alle dafür, dass unsere Artenvielfalt erhalten bleibt.“ So betonte der scheidende Kreisvorsitzende Georg Kellner: „Der Slogan Rettet die Bienen wurde von den Initiatoren des Volksbegehrens nur als Vorwand genommen.“ Auch der Bezirksvorsitzende kritisierte zwar die Politiker, die auf diesen Zug aufgesprungen seien, befand aber zudem: „Auch der Bauernverband hat Fehler gemacht.“ Sein Lösungsansatz zur Behebung der Querelen: „Man muss miteinander reden.“

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„Einziger Vorteil der Aktion ist, dass nun viele eingesehen haben, dass es höchste Zeit ist, dass man etwas ändern muss“, fügte der scheidende Kreisvorsitzende Kellner an. Freilich hätten ihm die Attacken auf die kleinstrukturierte Landwirtschaft „gar nicht gefallen. Denn genau diese Bauern brauchen wir Imker doch.“

Erfreut stellte er fest, dass sich die Tendenz des Mitgliederzuwachses weiterhin fortsetze: „Vor allem das Angebot ,Imkern auf Probe‘ zahlreicher Vereine, wird sehr gut angenommen.“ Dennoch appellierte er eindringlich an alle Jung-Imker: „Wer sich mit Bienen beschäftigen will, dem muss klar sein, dass er sich um die Viecherl auch kümmern muss.“

„Extreme Witterungslagen prägten das Jahr 2018“, stellte der neue Kreisvorsitzende, der Schlegldorfer Uwe Karhan, fest. So habe es durch den frühen Sommer seit Langem wieder nennenswerte Erträge beim Blütenhonig gegeben. Auch in der „Haupt-Erntezeit“, in den Monaten Juli und August, hätten die Imker eine insgesamt sehr zufriedenstellende Menge an Honig gewinnen können. Den Abschluss der Versammlung bildete ein Vortrag von Arno Bruder, dem Imker-Fachberater für Oberbayern zum Thema: „Honig, Medizin aus der Apotheke Gottes.“ 

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