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Ernst Dieckmann vor dem „Altwirt“-Gebäude.

Jahresbilanz des Bürgermeisters

Reichersbeuern: Fast 1000 Jahre alt und vital wie eh und je

„Wir waren fleißig und haben viel geschafft“: Diese Bilanz zog der Reichersbeurer Bürgermeister Ernst Dieckmann in der Jahresschlusssitzung des Gemeinderats. Dabei ging er auch auf ein anstehendes große Jubiläum ein.

Reichersbeuern – Die Dorfentwicklung habe sich wie ein roter Faden durch das Jahr gezogen. Die Gemeinde habe ein Planungsbüro mit einem Gemeindeentwicklungskonzept beauftragt. Das Ergebnis soll im kommenden Jahr vorgestellt werden. Mit dem Beginn der Umsetzung einzelner Projekte ist 2020 zu rechnen. Die Grundlage dafür habe der Arbeitskreis Dorfentwicklung in vielen Sitzungen geschaffen.

Finanziell steht die Gemeinde laut Dieckmann gut da. Den aktuell fünf Millionen Euro im Sparstrumpf stehen 2,3 Millionen Euro an Schulden gegenüber.

Beim Nahwärmenetz habe sich der Gemeinderat zunächst für die kleinere Variante entschieden. Das sogenannte Infrastrukturnetz soll später den gesamten Ortskern einbeziehen.

Positiv sei – nach Anfangsschwierigkeiten – die Zusammenlegung der Abwassergebühren mit der Nachbargemeinde Greiling unter dem Dach der Gemeindewerke verlaufen. Dieckmann merkte dazu an, dass es 2018 bei der Wasserversorgung deutlich weniger Verluste gegeben habe.

Nach zweijähriger Arbeit wurde heuer die Ortsgestaltungssatzung erlassen. 2019 soll diese durch eine Baufibel ergänzt werden.

Auch das Thema Renovierung des „Altwirts“ habe die Gemeinde begleitet. Seit 1. November ist die Gaststätte nach Umbaumaßnahmen und Pächterwechsel wieder geöffnet. „Der Umbau ist gelungen“, freute sich Dieckmann.

2020 kann Reichersbeuern 1000-jähriges Bestehen feiern. Archivar Rudi Laimer habe mit Nachdruck in seinem Archivbericht darauf hingewiesen und die Beteiligten verbal auf das Ziel eingenordet.

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Einen sehr positiven Eindruck hat die neue Schulleiterin Heidi Dodenhöft laut dem Bürgermeister im Gemeinderat hinterlassen. In der Grundschule steuert man auf eine Komplettvernetzung zu. Der Schulverband hat dem Ankauf sogenannter Activ-Boards zugestimmt. Dadurch werden moderne Medien nutzbar gemacht, zum Vorteil für alle Schülerinnen und Schüler.

Ein schwieriges Terrain ist der Bau einer Mobilfunksendeanlage durch die Telekom. Die Gemeinde müsse dabei auch die Belange der Bürger berücksichtigen, die Mobilfunkgeräte benutzen, so Dieckmann. Der Gemeinderat verstehe aber auch die Angst der Bürger vor zunehmender Strahlenbelastung. Die Gemeinde habe deshalb ein Gutachten in Auftrag gegeben, in dem mehrere Alternativstandorte zum Kirchberg Ost untersucht werden.

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Dieckmann bedankte sich bei seinen Stellvertretern Andreas Melf und Klaus Harrer und den Gemeinderäten für die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Wir sind ein gutes Team.“

Dankesworte richtete er auch an die engagierten Mitarbeiter und an alle Reichersbeurer Bürger, die sich im Ehrenamt einbringen.

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Das Lob gab der 2. Bürgermeister Andreas Melf zurück. „Du gibst alles für das Dorf“, sagte er unter Beifall des Ratsgremiums und überreichte als spätes Geschenk des Gemeinderats eine Städtereise an Irmgard und Ernst Dieckmann, die Mitte des Jahres geheiratet haben.  

Günter Platschek

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