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Auf der brach liegenden Fläche soll der Neubau der Raiffeisenbank entstehen. Im Hintergrund rechts: Altwirt und jetziges Bankgebäude, das später als Rathaus dienen wird. 

Einstimmiges Ergebnis im Gemeinderat

Reichersbeuern: Bewegung in der Ortsmitte

In der ersten Sitzung des Reichersbeurer Gemeinderats 2020 wurden die Pläne der Raiffeisenbank einstimmig abgesegnet. 

Reichersbeuern – „Der Neubau der Raiffeisenbank ist wieder aktuell.“ Mit dieser Feststellung eröffnete Bürgermeister Ernst Dieckmann die erste Sitzung des Reichersbeurer Gemeinderats im neuen Jahr. Nach den Festlichkeiten zur 1000-Jahr-Feier im Mai wollen die Banker in einen Container umziehen, der vor dem jetzigen Geschäftsgebäude aufgestellt werden soll. Bis der Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite fertig ist, sollen darin die Bankgeschäfte abgewickelt werden. Ist die Bank in den Container gezogen, kann die Gemeinde die freigewordenen Räume für ihre Zwecke umbauen und danach die Amtsgeschäfte ins neue Rathaus verlegen.

Vorhaben der Raiffeisenbank hatten lange Verzögerungen

Probleme mit dem Untergrund auf dem ehemaligen Grundstück des „Neuwirts“ hatten das Vorhaben der Raiffeisenbank lange verzögert. Der Bauausschuss hatte bereits zweimal über die neuen Vorstellungen der Bank beraten und Veränderungen gefordert, die im nun vorgelegten Plan berücksichtigt sind. Darin wird auf den Bau einer Tiefgarage verzichtet. Insgesamt 17 Stellflächen, eine mehr als notwendig, sind jetzt oberirdisch auf dem Grundstück vorgesehen. Neun Parkplätze befinden sich westlich des Gebäudes. Sechs davon sollen als Kurzzeitparkplätze dienen und entsprechend beschildert werden. Dadurch soll vermieden werden, dass die Stellflächen dauerhaft in Beschlag genommen werden. Die übrigen Parkmöglichkeiten teils in Flachdachgaragen oder auf Stellplätzen befinden sich auf der Ostseite. Geht es nach dem Gemeinderat soll das unmittelbar an der Tegernseer Straße geplante Garagengebäude ein Satteldach erhalten.

„Der Bau ist stimmig.“ 

Der Gebäudekomplex selbst, der bisher in zwei Teile und einen Übergangsbau gegliedert war, ist kürzer geworden und wurde durch eine Art Reihenhaus ersetzt. Es verläuft schräg nach Osten und ist im Mittelteil durch einen Vorsprung gegliedert. Im westlichen Gebäudeteil befindet sich eine große Wohnung. Im Erdgeschoss des Mittel- und Ostteils sind die Geschäftsräume der Bank vorgesehen. Im Ober- und Dachgeschoss des Gebäudeteils entstehen drei Wohnungen. 

Keine Gegenstimme: Gemeinderat befürwortet Plan

Das Niederschlagswasser des Grundstücks soll nicht in den Kanal eingeleitet werden, sondern über den in diesem Bereich verrohrten Dorfbach entsorgt werden. „Die Situation ist durch die Umplanung nicht schlechter geworden“, fasste Dieckmann zusammen. „Der Bau ist stimmig“, pflichtete ihm Christine Bernöcker bei. Ohne Gegenstimme befürwortete der Gemeinderat den Tekturplan. 

(Günter Platschek)

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