Ex-1860-Präsident Dieter Schneider laut Medienbericht gestorben

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Bestanden: Die erfolgreichen Absolventen des Jahrgangs 2017 am Reichersbeurer Max-Rill-Gymnasium erhielten am Samstag ihre Zeugnisse. 

Reichersbeurer Max-Rill-Gymnasium

Eine „bunte Truppe“ ist am Ziel

Das Reichersbeurer Max-Rill-Gymnasium verabschiedet in einer Feierstunde seine 15 Absolventen.

Reichersbeuern – Eine „bunte Truppe aus verschiedenen Ländern“ ist laut Schulleiterin Carmen Mendez die Abiturklasse 2017 des Reichersbeurer Max-Rill-Gymnasiums. 15 junge Frauen und Männer nahmen am Samstagvormittag in einer humorvollen Abschlussfeier die begehrten Zeugnisse der „Allgemeinen Hochschulreife“ in Empfang.

Selbst Schülersprecher Philipp Meschik gab da zu, dass es die Lehrkräfte mit der Klasse „nicht immer leicht hatten, da wir es mit den Regeln nicht sehr ernst genommen hatten“. Dennoch dankte er ihnen herzlich, da sie über die schulischen Leistungen hinaus, „wirklich an uns als Personen interessiert waren“.

So fasste auch Mendez in ihrer Abschlussrede kurz zusammen: „Ihr wart eine gute, wenn auch mitunter anstrengende Klassengemeinschaft.“ Unter der durchlaufenden Phrase „Welch eine Verschwendung von Potenzial in unserem Land“ übte die Schulleiterin harsche Kritik am aktuellen Schulsystem: „Die Hälfte unserer Abiturienten hatte einen speziellen Förderbedarf. Sie hätte auf einem Norm-Gymnasium nicht den Hauch einer Chance gehabt.“ Kinder mit Förderbedarf würden im Normalfall auf eine so genannte „Förderschule“ abgeschoben, denn „Menschen mit einseitigen Fähigkeiten können an staatlichen deutschen Gymnasien nichts erreichen.“

Am Beispiel des autistischen Konstantin Haas zeigte Mendez die Problematik auf: Der Abiturient ist in Mathematik überdurchschnittlich begabt, „musste aber in Deutsch mit jedem einzelnen Satz kämpfen.“ Nachdem im Laufe seiner Schulzeit die Inklusion aber auch an öffentlichen Schulen eingezogen ist, wurden ihm sämtliche staatlichen Zuschüsse für das Schulgeld des privaten Max-Rill-Gymnasiums gestrichen. Die Förderung hätten seine Eltern letztlich vor Gericht durchsetzen müssen. Mendez fasste zusammen: „Konstantin legte sein Abi jetzt in Mathe und anderen naturwissenschaftlichen Fächern im Vorübergehen ab, er wird Informatik studieren – und selbst in Deutsch schaffte er dank individueller Förderung fast eine drei.“

Der spezielle „Max-Rill-Gedächtnispreis“ wurde dem Chinesen Dayuan „Max“ Wang für sein „vorbildliches Sozialverhalten“ verliehen. Er will künftig Physik an den TU München studieren. esc

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