Szenenfoto mit Anton Felbinger und Finn Sauer.

Reichersbeurer Max-Rill-Theater 

Schillers „Räuber“ in heutiger Jugendsprache

Das Max-Rill-Theater in Reichersbeuern feiert am Donnerstag, 19. Oktober, Premiere mit Friedrich Schillers „Die Räuber“. Den Klassiker gibt‘s in Jugendsprache.

Reichersbeuern Das Max-Rill-Theater in Reichersbeuern feiert am Donnerstag, 19. Oktober, Premiere mit Friedrich Schillers „Die Räuber“. Vorstellungsbeginn ist um 19.30 Uhr. Für Regisseur Nikolaus Frei ist das Stück der Klassiker, den er seit nunmehr 13 Jahren Tätigkeit als Leiter des Theaterschwerpunkts der Max-Rill-Schule mit Schauspielern der Mittel- und Oberstufe inszeniert.

Die Geschichte der Gebrüder Karl und Franz Moor, die um die Anerkennung des Vaters, die Liebe derselben Frau und die Macht über die Grafschaft und damit die ganze Welt ringen, ist heute so brisant wie 1782, als die Uraufführung einen Skandal auslöste. Der Autor, damals 22 Jahre alt, hatte mit jugendlichem Feuer die alten und verkrusteten Zustände der Zeit erkannt und an den Pranger gestellt. Deshalb lag es für die nur unwesentlich jüngeren Schauspieler des Max-Rill-Theaters nahe, das Drama – mit Unterstützung eines P-Seminars, das für Kostüm, Bühne, Technik und Werbung verantwortlich zeichnet – mit zeitgemäßen Bezügen und Filmeinspielungen ins Jetzt zu versetzen und das Original mit Bedacht an die Sprache und Probleme der heutigen Jugend anzupassen.  tk

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