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Schrecksekunde beim „Gipfel-Wirt“: Szenenbild aus dem Stück „Mordsgschicht“ mit (v. li.) Christine Seiler jun., Franz Frauenrieder, Jakob von Sigritz, Jörg Neuschwender, Korbinian Schlickenrieder, Johanna Preuß, Monika Frauenrieder, Andreas Reiter und (vorne liegend) Verena Melf. 

Nächste Aufführung am Freitag

Reichersbeurer Trachtler spielen Theater: Viel Applaus für „Mordsgschicht“

Viel Szenen- und Schlussapplaus gab es bei der Premiere von „A Mordsgschicht“, das die Reichersbeurer Trachtler heuer aufführen.

Reichersbeuern Mit starken Turbulenzen muss gerechnet werden – so könnte die Vorhersage lauten. Gemeint ist damit aber nicht die Vorhersage für das Wetter der kommenden Tage, sondern die kurz gefasste Beschreibung des Theaterstücks, das der Reichersbeurer Trachtenverein „d’ Oberlandler“ unter Regie von Klaus Steinbacher zur traditionellen Spielzeit zwischen Weihnachten und dem „Drei-Königs-Fest“ im „Altwirts“-Saal zum Besten gibt.

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Die Premiere am Abend des ersten Weihnachtsfeiertags war ausverkauft und mit viel Szenen- und großem Schlussapplaus bedacht. Der Verlauf der Handlung bietet eben auch viele witzige und nicht zuletzt mit Spannung angereicherte Momente, denn schließlich geht es in dem Stück von Veronika Schütt und Olaf Köhler ja um „a Mordsgschicht“. Und wie es sich für einen knallharten Krimi gehört, ist auch diese „Mordsgschicht“ mit vielen Verflechtungen und Verdächtigungen ausgestattet. Es ist sozusagen ein verschlungenes Spiel im Spiel, das für die Darsteller intensive Probenarbeit bedeutete und eine gute Portion Konzentration bei den Aufführungen verlangt. Für die entsprechende theatralische Umsetzung hat das kreative Ensemble links und rechts neben der Hauptbühne jeweils noch eine kleinere Nebenbühne konstruiert – unter anderem gut geeignet für die schaurige nächtliche Suche nach einem unbekannten Verbrecher.

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Generell geht es in der Kriminalkomödie um die Abwendung der Insolvenz des „Gipfel-Wirts“. Ein innovatives Konzept für die künftige Bewirtschaftung müsse her, ansonsten seien die Aussichten auf einen Kredit gleich Null, teilt der selbstgefällige Bankdirektor (Martin Bichlmair) der verzweifelten Wirtin Fanny Bergleitner (mit hervorragender Mimik von Christine Seiler jun. gespielt) mit. Nach einigen Zweifeln, die besonders von dem mit reichlich Hollywood-Allüren ausgestatteten, selbst ernannten Profi-Regisseur Ernst Rohleder (gekonnt überheblich dargestellt von Werner Härtl) geschürt werden, entschließt sich die Belegschaft, mit einem Krimidinner Eindruck zu schinden. Wegen eines Unwetters kommen aber nur wenige Besucher zu dem Event. Und dann überschlagen sich die Ereignisse und niemand weiß mehr so recht, was nun eigentlich gespielte oder „echte“ Schurkerei ist.

In der Rolle des aufgebrachten Opfers Uta Marquardt ließ Monika Frauenrieder ihrem Temperament freien Lauf und brachte damit die Suche nach dem Täter auf Hochtouren. Zusammen mit den weiteren Akteuren Franz Frauenrieder, Johanna Preuß, Verena Melf, Jakob Sigriz, Jörg Neuschwender, Andreas Reiter und Korbinian Schlickenrieder bildete das Reichersbeurer Ensemble ein stimmiges Team. Natürlich heißt es am Schluss des Dreiakters „Ende gut, alles gut“ – nicht nur für den angeschlagenen „Gipfel-Wirt“, sondern auch für ein paar angeschlagene Herzen. ROSI BAUER

Termine

Weitere Aufführungen der Kriminalkomödie gibt es an diesem Freitag, 28. Dezember, am morgigen Samstag, 29. Dezember, sowie am Freitag, 4. Januar, jeweils um 20 Uhr. Die Vorstellung am Samstag, 5. Januar, beginnt bereits um 18 Uhr. Zusätzlich anberaumt wurde nun noch eine Vorstellung am Samstag, 12. Januar, mit Beginn um 20 Uhr. Karten gibt es beim „Altwirt“ oder an der Abendkasse.

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