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Freuen sich über die digitalen Tafeln: (v. li.) Rektorin Heidi Dodenhöft und ihre Vorgängerin Anneliese Berthold, die Abgeordneten Florian Streibl, Hans Urban und Martin Bachhuber, Sven Kondura von der Herstellerfirma, die stellvertretende Schulrätin Ute Hübner, die Bür germeister Anton Margreiter und Hans Schneil sowie Diakon Joachim Baumann.

Schule Reichersbeuern: Digitale Tafeln beenden die Kreidezeit

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Modernste Technik für die Grundschule Reichersbeuern: Jetzt wurden die neuen Digitalen Tafeln vorgestellt und ihre Möglichkeiten präsentiert.

Reichersbeuern Große Digitaltafeln stehen seit Februar 2019 in zehn Klassenzimmern der Grundschule Reichersbeuern. Rund 95 000 Euro hat der Schritt in die mediale Bildungs-Zukunft gekostet. Schüler und Lehrer sind begeistert über das Aus der quietschenden Kreidestücke und verschmierten Schiefertafeln.

Die kleine Grundschule gilt als Vorreiter in puncto Digitalisierung. Schon seit Februar sind die sogenannten „Activ Boards“ Teil des Unterrichts. Es handelt sich um riesige Touchscreens (durch Berührung steuerbare Bildschirme) samt internetfähigem Computer und Dokumentenkamera, die den Unterricht vielseitiger denn je machen. Zusätzlich können seitlich analoge Whiteboards, also Tafelflügel, ausgeklappt werden, auf die man mit Filtzstift schreiben kann. „Sicher ist sicher, falls es mal technische Probleme gibt oder die Lehrkraft am Ende noch schnell die Hausaufgabe aufschreiben möchte“, erklärt Rektorin Heidi Dodenhöft.

Die Tafeln eröffnen neue Unterrichtsdimensionen. Die Schüler sitzen gespannt vor dem „Activ Board“, einer darf mit seinen Händen die Erdkugel, die auf dem Bildschirm erscheint, in alle Richtungen bewegen. Er sucht sich einen Kontinent aus und die anderen dürfen sagen, um welchen es sich handelt. Der Bub hat sich für Südamerika entschieden. Jetzt wird über die Entfernung von dort in die Heimat Reichersbeuern diskutiert. Danach greift Lehrerin Sabrina Wufka das Thema heimisches und fremdes Obst und Gemüse auf. Die Schüler erfahren spielend und mit Internet-Bildern, dass es in Bayern andere Kartoffeln als in Südamerika gibt. Wufka ist begeistert von dem Schritt in die Zukunft. „Man muss sich natürlich erst an das System gewöhnen, aber es ist eine große Bereicherung, und den Schülern macht es große Freude damit zu lernen.“

Jetzt wurden die Tafeln offiziell in Betrieb genommen. Dazu kam sowohl geistlicher als auch politischer Besuch. Mit dem Schullied begrüßten die 170 Kinder unter anderem den Sachsenkamer Bürgermeister Hans Schneil und seinen Greilinger Kollegen Anton Margreiter, Diakon Joachim Baumann sowie die Landtagsabgeordneten Florian Streibl (FWG), Martin Bachhuber (CSU) und Hans Urban (Grüne).

Das Ende der Kreidezeit an der Grundschule kostete zirka 95 000 Euro. „Leider gab es von der Regierung von Oberbayern lediglich eine Bewilligung eines Pauschalförderbetrags von 15 100 Euro“, erklärte Margreiter als stellvertretender Schulverbandsvorsitzender. Der Schulverband musste die restliche Summe von 75 000 Euro stemmen.

Sven Kodura von der holländischen Herstellerfirma Prowise demonstrierte, was die „Aktive Boards“ können – vom digitalen Zirkel, über Tiervideos und bis hin zu Lernchats. Laut Rektorin Dodenhöft sind Schüler und Lehrer begeistert. „Unsere Schule bekommt zahlreiche Bewerbungen von Lehrern, die hier mit den Boards unterrichten wollen“, sagte sie. Diakon Joachim Baumann segnete die Tafeln mit Weihwasser und betete für die Schule um Gottes Segen.

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