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Bestens ausgerüstet ist Maxi aus Reichersbeuernn, der nächste Woche in die erste Klasse kommt. Für ihre Grundausstattung hat seine Familie rund 400 Euro bezahlt.

Zwei Familien berichten

So teuer ist der Start ins Schulleben

Für 1256 Mädchen und Buben aus dem Landkreis beginnt in einer Woche ein neuer Lebensabschnitt: Sie werden eingeschult. Um für den Ernst des Lebens gewappnet zu sein, müssen die Familien zuvor einige Besorgungen machen – die sind allerdings nicht ganz günstig.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Maxi ist sechs Jahre alt und freut sich riesig darauf, endlich ein Schulkind zu werden. Der Schulranzen mit Federmäppchen, Schlampermäppchen und Malkasten ist schon gepackt. Und die neuen Hausschuhe warten darauf, am ersten Schultag angezogen zu werden, wenn der kleine Reichersbeuerer nicht mehr in den Kindergarten geht, sondern ein paar Meter weiter in der Grundschule das Lesen und Schreiben lernt. Außerdem steht der Turnbeutel – mit Bagger- und Kran-Motiv, passend zum Rest der neuen Ausstattung – bereit für den ersten Schultag. Nur die Turnschuhe wurden nicht neu gekauft. „Die kriegt er von seinem älteren Bruder“, sagt Mama Maria Kuhn.

Sie ist Mutter von vier Kindern und musste einiges investieren, damit der Jüngste der Familie in den Schulalltag starten kann. „Etwa 400 Euro habe ich schon ausgegeben“, schätzt die 37-jährige. Die Reichersbeurerin betont, dass sie lieber den kleinen regionalen Schreibwarenladen unterstützt als billig beim Discounter zu kaufen.

Birgit Pauli-Lommer und Markus Pauli haben ebenfalls alles beieinander für Sohn Gabriels großen Tag, der in die Grundschule in Wolfratshausen kommt. Sie haben es sich beim Kauf der Schulsachen etwas leichter gemacht. „Ich habe alle Schreibwaren im Internet bei einem Bestellservice eingegeben. Am nächsten Tag waren sie geliefert“, berichtet die berufstätige Mutter. Komplettieren werden das Starter-Set noch einige Hefte und Blöcke, die im Laufe der ersten Schulwoche von den Klassenlehrern bekannt gegeben werden. Pauli-Lommer hat alle Ausgaben notiert. Für das Schulmaterial und den Inhalt der Schultüte fielen bei Familie Pauli-Lommer 410 Euro an. Allein für den Schulranzen bezahlten die Wolfratshauser 189 Euro – obwohl es sich um ein reduziertes Vorjahresmodell handelt.

Aufgepasst beim ersten Schulweg

„Natürlich kommt es auch darauf an, was man alles in die Schultüte packt, manche übertreiben es und geben Geschenke wie beim Geburtstag“, meint Kuhn. Maxis Schultüte wird eine selbst gebastelte Überraschung von seinen beiden älteren Brüdern Andreas und Stefan. Gut gerüstet für den Schulweg ist Maxi außerdem mit seinem neuen Radhelm. „Ich darf mit dem Rad zur Schule fahren“, freut sich der Sechsjährige.

Der Tölzer Polizeichef Bernhard Gigl bittet hier jedoch, besonders vorsichtig zu sein. Die erste Zeit sollten die Kinder zur Schule begleitet werden. „Die Eltern sollten entweder zu Fuß mitgehen oder mitfahren, auch beispielsweise im Bus“, so Gigl. Vor allem das richtige Verhalten an Ampeln oder am Zebrastreifen sollte gesichert sein.

Wenn es sich nicht vermeiden lasse, das Auto für den Schulweg zu benutzen, ist es laut dem Polizeichef erst recht wichtig, dass keine Eile im Spiel ist. Gigl: „Die Eltern jammern oft, dass sie Geschwindigkeitsbegrenzungen vor den Schulen wollen, sind aber diejenigen, die dann selbst zu schnell fahren.“

Tamara Scheid und Tanja Lühr

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