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Es geht was vorwärts: Bürgermeister Ernst Dieckmann vor dem „Altwirt“, der ab Mai umgebaut werden soll.

Großprojekt Reichersbeuern

„Streichkonzert“ senkt die Kosten

Der Umbau des „Altwirt“ und der Raiffeisenbank in Reichersbeuern nimmt Gestalt an. Das Interesse an dem gemeindlichen Großprojekt ist groß. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates mussten für die vielen Zuhörer zusätzliche Stühle gebracht werden. Schließlich war es das erste Mal, dass Planentwürfe der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Reichersbeuern – „Wir haben mit unserem Parsberger Planer Joachim Staudinger über das Thema einmal im Gemeinderat und des Öfteren im Bauausschuss zusammengesessen und über die Umgestaltungsmöglichkeiten beraten“, sagte Bürgermeister Ernst Dieckmann in der ersten Sitzung des Jahres am Freitagabend. Das Thema brennt vor allem wegen der Umbaumaßnahmen im Altwirt und dem Pächterwechsel unter den Nägeln.

Darüber, dass die Klosterbrauerei Reutberg beim Altwirt einsteigt, herrscht Klarheit. Dies ließ sich auch unschwer durch die Anwesenheit von Vorstand August Maerz und den Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Erhard in der Sitzung ablesen.

Was den neuen Altwirt-Pächter anbelangt, hüllte sich Dieckmann in Schweigen. „Wir sind auf einem guten Weg.“ In nächster Zeit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um im Mai mit dem Umbau loslegen zu können. Bereits im Februar soll der Eingabeplan für die Umbaumaßnahmen im Gemeinderat verabschiedet und zur Genehmigung an das Landratsamt weitergeleitet werden.

Auch wenn der Pächter den Saal nutzt: Verwaltungsmäßig werden die Gaststätte und der Altwirtsaal getrennt. Während die Gaststätte von einem Pächter geführt wird, bleibt der Saal in der Verfügungsgewalt der Gemeinde. Da geht es auch um Fördergelder.

Den Saal selbst stufte Staudinger als optisch in Ordnung ein. Im Biergartenbereich wird ein neuer barrierefreier Zugang zum Altwirtsaal geschaffen. Außerdem ist ein überdachter Freisitz im Biergarten geplant.

Handlungsbedarf besteht im Saal bei der mangelnden Wärmeisolierung im Deckenbereich. Rund 150 000 Euro wird die Gemeinde zudem für ein Lüftungssystem im Saal ausgeben müssen. Komplett erneuert wird der Küchenbereich.

Die Größe der Gaststube des Altwirt wird durch die Einbeziehung des bisherigen Nebenzimmers erhöht. Durch eine mobile Trennwand kann sie bei Bedarf von der Gaststube abgetrennt werden.

Während bei der Gaststätte und dem Saal die Zeit drängt, kann sich die Gemeinde beim Umbau des Raiffeisenbankgebäudes Zeit lassen, da diese vom Umzug der Banker ins neue Verwaltungsgebäude abhängig ist. Dennoch will die Gemeinde die dafür notwendigen Maßnahmen ebenfalls schnellstmöglich festlegen. Größere Umbaumaßnahmen seien, abgesehen etwa vom Einbau eines Lifts, nicht vorgesehen.

Die geschätzten relativ geringen Kosten von 300 000 Euro sind zum einen dem umfangreichen „Streichkonzert“ geschuldet, das die Mitglieder des Bauausschusses an den ursprünglichen Vorstellungen des Planers vorgenommen haben.

Die moderaten Umbaukosten sind aber auch darauf zurückzuführen, dass das künftige Rathaus bisher schon als Verwaltungsgebäude gedient hat und mit moderner Technik ausgestattet ist. Während der Bauarbeiten sollen die Fußböden abgedeckt werden, sodass keine zusätzlichen Kosten hierfür entstehen.

Die Verteilung der Räume im künftiges Rathaus sind noch nicht in Stein gemeißelt. Der Rathauschef will sich darüber vorab mit den Mitarbeitern unterhalten. In einer ersten Planung soll der jetzige Schalterraum zu einer Bürgerservice-Stelle umgewandelt werden. Die großzügig angelegte Schalterhalle soll ihre offene Form behalten und für Ausstellungen genutzt werden können.

Im Erdgeschoß werden neben Bau- und Liegenschaftsamt die Kämmerei und die Kasse angesiedelt. Im ersten Stock befinden sich das Vorzimmer und daran anschließend die Büros des Bürgermeisters und des Geschäftsführers sowie der Sitzungssaal des neuen Rathauses. Im Februar werden die Umbauplänen im Rat diskutiert.

ps

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