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Das vom Künstler Hubertus von Pilgrim gestaltete Mahnmal erinnert an die Opfer des Dachauer Todesmarschs.

Polizei bittet um Hinweise

Todesmarsch-Mahnmal bei Reichersbeuern mit Hakenkreuz beschmiert

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Mit einem Hakenkreuz beschmierten Unbekannte das Mahnmal zwischen Reichersbeuern und Waakirchen, das an den Todesmarsch der Dachauer KZ-Häftlinge erinnert. 

Reichersbeuern – Das Mahnmal an der Bundesstraße 472 zwischen Reichersbeuern und Waakirchen erinnert an die Opfer des Todesmarschs, bei dem hunderte Gefangene des Konzentrationslagers Dachau in den letzten Kriegstagen 1945 ihr Leben ließen. Unbekannte haben die Skulptur jetzt mit einem Hakenkreuz besprüht.

Spaziergänger entdeckt Hakenkreuz

Einem Spaziergänger war die Schmiererei beim Gassigehen aufgefallen. Er verständigte am Montag die Polizei. Da die Schmiererei bereits etwas verblasst ist, könnte der Zeitpunkt der Tat schon einige Zeit zurückliegen. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 100 Euro. Sachdienliche Hinweise auf den oder die Täter erbittet die Polizei unter der Telefonnummer 0 80 41/76 10 60.

Viele KZ-Gefangene starben qualvoll auf dem Marsch

Das Mahnmal im Schopfloch steht an dem Ort, an dem die überlebenden Gefangenen am 2. Mai 1945 von amerikanischen Truppen befreit wurden. Am 26. April 1945 waren tausende Häftlinge gezwungen worden, das KZ Dachau zu verlassen, weil die Alliierten näher rückten. Die Wachmannschaften trieben die Gefangen unbarmherzig Richtung Süden – mit unbekanntem Ziel. Das Sterben der ausgemergelten Häftlinge begann schnell. Entlang der Wegstrecke, die auch durch den Landkreis führte, wurden die Toten in Massengräbern bestattet. 

Wie viele Gefangene auf dem Marsch ihr Leben verloren, ist bis heute unklar. Die Schätzungen gehen von 1000 bis 3000 Toten aus. Entlang der Strecke zwischen Dachau und dem Tölzer Land erinnern heute in vielen Gemeinden die vom Künstler Hubertus von Pilgrim geschaffenen Mahnmale an das Leiden und Sterben der Menschen.    

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