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Steht vor einer großen Herausforderung: Klaus Steinbacher spielt in der „Boot“-Neuverfilmung mit.

Klaus Steinbacher im Porträt

Schauspiel-Karriere mit Reichersbeuern als Basis

Seine Karriere verdankt er einem Zufall. Klaus Steinbacher war gerade zehn Jahre alt, als er auf dem Schulhof des Tölzer Gymnasiums von einem Schauspiel-Scout entdeckt wurde. Jetzt steht der Reichersbeurer (23) vor dem internationalen Durchbruch.

Reichersbeuern/München – Was für eine Traumkarriere: Der ausgebildete Schauspieler steht in Kürze für die Sky-Neuverfilmung von „Das Boot“ mit internationalen Stars vor der Kamera. Dabei ist der 23-jährige Reichersbeurer, der mittlerweile in München wohnt, bodenständig und heimatverbunden.

„Es war fast unwirklich, als ich das erste Mal vor der Kamera stand“, erinnert sich Klaus Steinbacher. 2005 spielte er im Marcus H. Rosenmüller-Film „Wer früher stirbt, ist länger tot“ einen Klassenkameraden des Hauptdarstellers. „Die Dreharbeiten haben mir unheimlich viel Spaß gemacht, aber ich dachte damals noch nicht ernsthaft daran, Schauspieler zu werden.“

Karrierestart mit „Wer früher stirbt, ist länger tot“

Aber es ging Schlag auf Schlag. „Siska“, „Das Wunder von Merching“, „Der Bergdoktor“, „Rosenheim Cops“ und „Soko“ sind nur einige der Serien und Filme, in denen Steinbacher zu sehen war. Seine erste tragende Rolle hatte er „Das Wunder von Merching“. „Da wurde es dann mit der Schauspielerei schon etwas konkreter“, erzählt Steinbacher. Zwei Jahre war er als Costa in der KiKa-Serie „Fluch des Falken“ zu sehen. „Da war ich erst mal unsicher, denn der Costa sollte hochdeutsch sprechen. Bis dahin spielte ich fast nur Charaktere, die Bairisch redeten. Nach der Zusage habe ich Hochdeutsch gelernt.“

Steinbacher absolvierte eine vierjährige Schauspielausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. „Ich hatte eigentlich den Plan, mich bei allen deutschen, österreichischen und Schweizer Schauspielschulen zu bewerben. Die Theaterakademie war mein erster Termin“, blickt Steinbacher zurück. Er erhielt sofort eine Zusage.

Mittlerweile ist der 23-jährige Reichersbeurer ein gefagter Schauspieler. Unlängst erhielt eine Rolle in der Sky-Neuverfilmung von „Das Boot“. „Für mich beginnen die Dreharbeiten Ende Oktober. Ich habe über 30 Drehtage. Schon beim Casting habe ich gemerkt, dass die Rolle perfekt zu mir passt“, erklärt Steinbacher. Er freut sich darauf in eine Rolle zu schlüpfen, die mit seiner eigenen Person nicht viel zu tun hat. „Das ist eine große Herausforderung, auf die ich mich sehr freue“.

Festes Engagement an der Münchner Schauburg

Ab März 2018 hat er ein festes Engagement an der Münchner Schauburg. Eine steile Karriere also, die dem bodenständigen jungen Mann nicht zu Kopf gestiegen ist. Er spielt nach wie vor im SC Reichersbeuern Fußball und nutzt jede Gelegenheit, um nach Hause zu fahren. „Meine Familie und meine Freunde sind mir sehr wichtig.“ Von seinen Eltern erfährt er viel Unterstützung, Texte lernt er gerne auf der BOB-Fahrt von München nach Reichersbeuern, oder mit seiner Mutter Monika. Seine zwei Schwestern sind seine besten Kritiker. „Die zwei sagen mir immer die Wahrheit. Die können ganz schön streng sein“, schmunzelt der Schauspieler.

Ein Umzug in eine andere deutsche Stadt ist beinahe unvorstellbar für Steinbacher. „Meine Heimat lässt mich nicht los. Alles was ich von Daheim mitbekommen habe, bringe ich in meine Arbeit ein, wenn es für meine Rollen dienlich ist“, erklärt der 23-Jährige.

Wenn er bayrische Serien oder Filme sieht, findet er es schade, dass viele Figuren oft nur Klischees bedienen. „Ich möchte unsere bayrische Kultur auf schlaue Art und Weise transportieren.“, sagt Steinbacher. Dennoch lässt er sich nicht auf bayerische Charaktere reduzieren. „Ich kann mir nicht vorstellen nur Bayern zu spielen, denn hochdeutsche Figuren sind auch spannend. Die Mischung macht es.“

Kathrin Suda

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