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Warten auf das Foto : Über 1100 Reichersbeurer brachten sich in Formation. Links im Bild steht Organisator Andreas Melf.

Dorfjubiläum

Über 1000 Reichersbeurer stellen sich auf für ein ganz besonderes Foto

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Es ist das größte Foto, das je in der Geschichte Reichersbeuerns gemacht worden ist. Und die Beteiligung hat alle Erwartungen übertroffen.

Reichersbeuern – Ein Tag zwischen Hoffen und Bangen liegt hinter den Organisatoren des größten Fotos in der Geschichte Reichersbeuerns. Vormittags regnete es in Strömen. Dann wechselten sich schöne Phasen mit Platzregen ab. „Ich hatte ja immer gehofft, dass etwa 400 Leute kommen“, sagte Matthäus Krinner, der die ursprüngliche Idee für ein großes Dorffoto gehabt hatte. „Gegen Mittag habe ich meine Erwartungen auf 300 heruntergeschraubt.“

Zwar gab Bürgermeister Ernst Dieckmann in der Kirche noch bekannt „wenn es nicht schneit, machen wir das Foto“. Trotzdem lag die Befürchtung nahe, dass viele im Kopf das Thema Foto bereits abgehakt hatten. „Es war ein Bangen, bis ich die Schlange hinter dem Eingang zum Sportplatz gesehen habe“, sagt Krinner. Diese Schlange zog sich bis ins Dorf hinein. Am Ende waren es weit über 1000 Reichersbeurer – etwa 1150 wurden gezählt – die sich auf dem Jubiläumsfoto verewigen wollten. „Über 1000 Leute bilden eine 1000 – sensationell“, kommentierte Moderatorin Monika Steinbacher.

Die Leute reichen auch noch für eine Unterstreichung

Sie waren alle gekommen: Trachtler, Feuerwehrler, Vereine, Schüler der Max-Rill-Schule, Privatpersonen. Steinbacher dirigierte die Personen an ihre Plätze – was gar nicht so einfach war. Schließlich war die große Zahl „1000“ für 500 Menschen aufgesteckt worden. Da es mehr als doppelt so viele waren, wurde spontan entschieden, dass die 1000 einfach unterstrichen werden soll.

Während sich alle aufstellten, drehten zwei Drohnen schon ihre Runden. Die eine machte Fotos, die andere Filmaufnahmen. Aus diesen wird die Gaißacherin Vroni Partenhauser – nach einer Idee von Andreas Melf – einen Film zum Jubiläumsjahr 2020 basteln.

„Wahnsinn, ihr seid brutal“, sagte Bürgermeister Ernst Dieckmann. Er habe nie geglaubt, dass so viele Menschen zusammenkommen würden. Die Vorbereitungen starteten schon am Freitag. Da wurde die Zahl aufgesteckt. „Die Schwierigkeit war, dass die Vorlage für die Kamera nicht sichtbar sein darf“, erklärte Krinner.

Viel vor fürs große Dorfjubiläum in Reichersbeuern

Dass sie teilnehmen würden, stand für die Anwesenden nie in Frage. „Für uns war es klar, dass wir da dabei sind“, war der allgemeine Tenor der Reichersbeurer.

Martina Geisberger, die über die neuen Medien immer die aktuellen Infos zum Dorffoto bekannt gab, sagte: „Das war jetzt der Auftakt zu den Festivitäten zu 1000 Jahre Reichersbeuern. Jetzt sind alle eingestimmt. Das Dorf steht dahinter.“ Viele weitere Aktivitäten sind geplant. Tief durchschnaufend sagte Krinner: „Es gibt ja immer auch manche, die so eine Aktion für einen Schmarren halten. Ich bin aber sehr erleichtert, dass das Dorf unserem Gedanken gefolgt ist.“ Wichtig sei es ihm gewesen, die Gemeinschaft in Reichersbeuern zu unterstreichen.  mel

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