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Die neue Abzweigung steht schon: Wo jetzt noch Wiese ist, soll in Zukunft die Gärtnerei Epp angesiedelt sein. 

Umzug nach Reichersbeuern: Grünes Licht für Gärtnerei

Reichersbeuern – Die Gärtnerei Epp will von Lenggries nach Reichersbeuern umziehen – jetzt gab es vom Gemeinderat grünes Licht.

Unmittelbar nach der vor Kurzem ausgebauten Abzweigung von der Bundesstraße 13 nach Greiling sollen auf einer etwa 6500 Quadratmeter großen Fläche die Betriebsanlagen der bislang in Lenggries angesiedelten Firma entstehen. Baubeginn ist für dieses Jahr geplant.

„Der Betrieb soll in der freien Fläche entstehen, in der nur landwirtschaftliche Gebäude zugelassen sind“, erklärte Bürgermeister Ernst Dieckmann in der Sitzung am Freitag, die ausnahmsweise im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr stattfand. Ein Gärtnereibetrieb sei als privilegierungsfähiger Betrieb einzustufen. Die Anträge zum Bau des Betriebsgebäudes und eines Wohnhauses seien vom Bauausschuss intensiv vorberaten worden.

Der Gebäudekomplex soll 72 Meter breit und 89 Meter lang werden. Der künftige Standort des Betriebs befindet sich unmittelbar nach der Abfahrt von der B 13 in Richtung Greiling auf der rechten Seite. Vor dem Gebäude und den Gewächshäusern sind Stellflächen geplant. Im Anschluss daran soll das Produktionsgewächshaus entstehen, in dem sich der Haupteingang befindet. Dadurch gelangt man zum Laden, dem Warenhaus und verschiedenen Abteilungen, wie etwa dem Kalthaus. Des Weiteren sind im Erdgeschoss eine Abteilung „Überwinterung“ und die Produktionshalle vorgesehen. Im ersten Stock befinden sich Wohnräume für Angestellte und Büros.

„Der Komplex ist ein Konstrukt aus Glas und Stahl“, sagte Dieckmann. Das Verkaufsgebäude ist einem landwirtschaftlichen Gebäude nachempfunden und mit einem Quergiebel Richtung Nordosten versehen. Um den Eindruck eines Industriegebäudes zu mildern, sind die Außenwände in Teilbereichen mit Holz verschlagen, beziehungsweise werden in Holzoptik ausgeführt. Es ist ein Blechdach vorgesehen. Zum geplanten Betrieb zählt ein Wohngebäude und entlang der Straße eine 12,8 mal 39 Meter große Arbeitshalle.

Die Gemeinde stellte dem Bauwerber allerdings ein paar Bedingungen: Da der Betrieb abseits liegt, sind die Kosten für die Wasserversorgung höher – die Zusatzausgaben soll die Gärtnerei Epp übernehmen. Zudem muss der Bauwerber auf seine Kosten die Sachsenkamer Straße verbreitern lassen, und zwar bis zur geplanten zweiten Zufahrt. Über diese soll der Lieferverkehr abgewickelt werden.

Die Lage des künftigen Betriebs in unmittelbarer Nähe zur Nachbargemeinde sorgt für ein zusätzliches Problem. Für die gesamte Sachsenkamer Straße – auch für das Teilstück auf Reichersbeurer Flur bis zur Einmündung in die B 13 – ist seit Jahren Greiling zuständig. Das muss nun geändert werden, auch eine Neubenennung des Straßenstücks bis zur Gemeindegrenze ist nötig, um eine Verwechslung auszuschließen.

Etwas mehr an Holzelementen wünschte sich Karl Joachim, Markus Hochwind legte Wert auf einen kleinen Dachvorsprung, um die optische Wirkung der großen Gebäude abzudämpfen. Diese sei jedoch nach Aussage von Wolfgang Epp aus statischen Gründen nicht möglich. Dennoch, merkte Zweiter Bürgermeister Andreas Melf an, sollte alles versucht werden, um die gestalterischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Außerdem sollte daran gedacht werden, für den geplanten Radweg von Bad Tölz nach Sachsenkam Grund freizuhalten.

Die Anträge wurden schließlich einstimmig genehmigt. Günter Platschek

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