Die Band „Maxjoseph“ gibt es seit drei Jahren (v.li): Josef Steinbacher, Florian Mayerhofer, Georg Unterholzner und Andreas Winkler.
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Die Band „Maxjoseph“ gibt es seit drei Jahren (v.li): Josef Steinbacher, Florian Mayerhofer, Georg Unterholzner und Andreas Winkler.

Debütalbum „Neue Welt“

Volksmusik in neuem Gewand: Erstes Album von „Maxjoseph“ erschienen

  • vonInes Gokus
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Die Musikszene im Tölzer Land ist um eine neue Band reicher: Das Quartett mit dem Namen „Maxjoseph“ will mit seiner Musik neue Wege gehen. Jetzt stellen die vier Musiker ihr erstes Album vor.

Reichersbeuern/Bad Tölz – „Maxjoseph“: Der Bandname klang für die vier jungen Musiker einfach gut. „Wir haben einen Bezug zu Bayern gesucht“ , erzählt Tubaspieler Florian Mayerhofer. „Und Kurfürst Max Joseph III. hat zu seiner Zeit als progressiv und modern gegolten, das passt zu uns“. Denn er und seine Musikerkollegen Andreas Winkler, Josef Steinbacher und Georg Unterholzer haben ihre Leidenschaft für traditionelle Volksmusik in ein neues Gewand gehüllt und verwirklichen ihre ganz eigene Vorstellung davon.

Jenseits von Berg-Heimatigem, aber auch weit entfernt von der Bierzelt-Krainer-Party, spielen sie mit dem Volksmusik-Begriff und gehen neue Wege mit der Musik, die sie von Kindheit an gehört und gespielt haben. Jetzt ist ihr Debütalbum „Neue Welt“ erschienen. 13 Stücke, denen man sowohl ihre musikalische Heimat, die Professionalität der Musiker als auch deren Lust am Aufbrechen und Neu-Beleben von Altbekanntem anhört. „Wir sind da ziemlich entspannt“ sagt Mayerhofer. Er habe die Erfahrung gemacht, dass ihre Kompositionen, die Volksmusikelemente wie Märsche, Walzer sowie Jodler mit Jazzharmonien und Improvisationen oder klassische Musik mit pulsierenden Rhythmen verbindet, völlig unterschiedlich wahrgenommen wird. „Wer sonst keine Volksmusik hört, für den ist das eben eindeutig Volksmusik. Für die traditionellen Volksmusiker aber wirkt es vielleicht zu modern und hat mit Tradition nicht mehr viel zu tun.“ Es gibt eben keine eindeutige Schublade für die Stücke, die „Run to Dana“ , „Perlach Island“ und „Erste Hilfe“ heißen – wohl aber eine Geschichte zu jedem einzelnen Lied. Die Songs kommen zwar allesamt ohne Text aus, erzählen aber dennoch viel – etwa vom Gefühl, sich zu Coronazeiten weit ab vom Schuss zu fühlen. „Bei Konzerten reden wir auch viel zwischen den Stücken und erklären, was es damit auf sich hat“, sagt Mayerhofer.

Die Band gibt es schon seit drei Jahren

Wer die Grundidee einer Melodie hat, schreibt die Noten dazu auf, danach wird miteinander dran gearbeitet und darüber diskutiert. „Jedem ist etwas anderes wichtig“ erklärt Mayerhofer. „Aber so entsteht ein Dialog, der die Probenarbeit spannend macht.“ Die „Maxjoseph“-Musiker sind zwischen 25 und 30 Jahre alt. Andreas Winkler und Josef Steinbacher – sie spielen die steirische Harmonika – kommen aus Reichersbeuern und sind den Isarwinklern von der Formation „Die Reiwas“ ein Begriff. Florian Mayerhofer stammt aus dem Allgäu und spielt außerdem bei der Unterbiberger Hofmusik. Gitarrist Georg Unterholzner ist aus Ascholding. Der Sohn des Krimiautors Georg Unterholzner ist mit einem Soloprogramm unterwegs. Alle Vier haben ihr Instrument von der Pike auf gelernt und auf der Musikhochschule München studiert, wo sie sich auch kennengelernt haben.

„Maxjoseph“ gibt es seit drei Jahren. Man habe „sehr viel geprobt und sich Zeit gelassen, eine ganz eigene Musik zu finden“, sagen die Musiker. Wie bei vielen anderen Künstlern war Corona die Bremse für die Live-Auftritte, aber dafür hatten sie „viel Zeit für das Album“. Im April gab es ein Live-Streaming-Konzert, das im Geltinger Hinterhalt aufgenommen wurde und „sehr gut gelaufen“ ist. Ebenso wie „Neue Welt“, für das das Release-Konzert im Oktober geplant war und ausfallen musste. Den Beginn der Tour haben die Musiker inzwischen auf Januar 2022 verschoben, doch die Hoffnung ist groß, dass vereinzelte Konzerte ab Juni wieder möglich sind. „Maxjoseph“ ist ein Herzensprojekt. Mayerhofer sagt: „Es ist der Teamgedanke, dass man zusammen da durchgeht, weil es jedem so wichtig ist, dass man eine Krise aushält.“  

Weitere Infos unter www.maxjoseph.de.

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