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Der Winterdienst kommt nicht nach: In drei Dörfern gilt jetzt Tempo 30

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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Abtransport: Radlader und Lastwagen beseitigen die hohen Schneewälle in den Straßen in Reichersbeuern. Dort gilt vorübergehend Tempo 30. © Pröhl

Im Dauereinsatz ist in diesen Tagen der Winterdienst. Doch trotz aller Anstrengungen ist es kaum möglich, den weißen Massen Herr zu werden. Drei Dörfer verhängen jetzt ein Tempo-30-Limit.

Reichersbeuern/Sachsenkam/Greiling –  Alle Anstrengungen des Winterdienstes reichen nicht. In der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Reichersbeuern, zu der auch Sachsenkam und Greiling gehören, zieht man jetzt Konsequenzen. „Die Gemeinden in der Verwaltungsgemeinschaft haben in Absprache mit dem Landkreis entschieden, die Geschwindigkeit im gesamten Ortsbereich auf 30 km/h zu begrenzen. Dies gilt auch für die Kreisstraßen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der drei Bürgermeister Ernst Dieckmann (Reichersbeuern), Hans Schneil (Sachsenkam) und Anton Margreiter (Greiling). „Es dient der Sicherheit der Menschen“, sagt Dieckmann auf Anfrage unserer Zeitung.

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Vier Mitarbeiter gibt es, die sich bei den Gemeindewerken um den Winterdienst in den drei Kommunen kümmern. „Die waren jetzt immer von 1 oder 2 Uhr morgens bis 4 Uhr oder 5 Uhr nachmittags im Einsatz“, sagt Dieckmann. „Aus Sorgfaltsgründen können wir so nicht weitermachen“, sagt Dieckmann mit Blick auf seine Mitarbeiter. Ab sofort „gehen wir in den Schichtdienst über. Wir stellen die Arbeit nicht ein. Es wird weiter mit maximaler Kraft gearbeitet“, verspricht Dieckmann.

Vier Fahrzeuge gibt es für den Winterdienst: Zwei kleinere, die auf den Gehwegen und Parkflächen unterwegs sind und zwei große für die Gemeindestraßen. Obwohl die in den vergangenen Tagen fast pausenlos im Einsatz waren, sei es nicht möglich gewesen, die kompletten Gehwege und Straßen zu räumen. Und für die kommenden Tage sei ja keine Wetterbesserung vorausgesagt, sagt Dieckmann.

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Durch den Schichtdienst bleibt der Schnee an der einen oder anderen Stelle nun möglicherweise länger liegen. „Ich kann die Leute nur um Verständnis bitten“, sagt der Reichersbeurer Bürgermeister und VG-Vorsitzende. Damit die Haufen an den Straßen nicht zu hoch werden, hat die VG bereits am Dienstag damit begonnen, den Schnee mit Radladern und Lkw abzutransportieren.

Dieckmann und seine Amtskollegen hoffen, dass sich alle Autofahrer an den flächendeckenden Erlass von Tempo 30 halten werden. „Wir bitten die Autofahrer dringend, ihre Fahrweise den Witterungsumständen anzupassen.“ Beschildert ist die Neuerung an den Ortseingängen – versehen mit dem Hinweis, dass sich Fußgänger auf der Fahrbahn befinden können, weil die Gehwege teils nicht nutzbar sind. Sobald das Wetter besser werde und der Räumdienst wieder reibungsloser funktioniere, „werden wir die Geschwindigkeitsbegrenzung natürlich wieder aufheben“, sagt Dieckmann.  va

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