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Schon wieder Kollision mit Wildschwein

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Von: Veronika Ahn-Tauchnitz

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Erneut hat sich auf der B13 auf Höhe der Abzweigung nach Greiling ein Wildunfall mit einer Wildsau ereignet.  Das Tier wurde getötet, der Fahrer blieb unverletzt.

Reichersbeuern - Autofahrer müssen offensichtlich auf der B13 zwischen Bad Tölz und Sachsenkam derzeit besonders vorsichtig sein. Innerhalb weniger Tage hat sich dort bereits der zweite Wildunfall mit einem Wildschwein ereignet.

Nach Angaben der Polizei war ein 21-jähriger Tölzer am Dienstagmorgen gegen 7 Uhr mit seinem Opel  auf der Bundesstraße von Tölz kommend in Richtung Holzkirchen unterwegs. Kurz vor der Abzweigung nach Greiling lief dem Mann ein etwa 50 Kilo schweres Wildschwein vors Auto. Der Mann konnte eine Kollision nicht mehr verhindern. Die Schnellmeldung des aufnehmenden Polizeibeamten lautete „Auto und Wildsau tot“, schreibt die Polizei im Pressebericht.

Anders als das Tier überstand der 21-Jährige die Kollision glücklicherweise ohne Verletzungen. An seinem Wagen allerdings ist die komplette Frontschürze kaputt. Die Polizei beziffert den Sachschaden mit rund 3000 Euro.

Bereits am Neujahrstag war es an beinahe derselben Stelle schon  zu einem Unfall mit einem Wildschwein gekommen.  Der Keiler starb, an dem Wagen entstand massiver Schaden.  Daher sei - „wie sonst aber auch - Vorsicht geboten: Es sind Wildschweine unterwegs“, warnt die Polizei.

Generell fühlt sich Schwarzwild im Tölzer Land offensichtlich sauwohl. Die Zahl der Tiere steigt seit Jahren - auch wenn die Erfassung natürlich schwierig ist. Die Zunahme der Population lässt sich aber an den Abschusszahlen im Landkreis ablesen. Laut Landratsamt-Sprecherin Marlis Peischer waren es 2012 noch 23 abgeschossene Tiere. 2015 stieg die Zahl sprunghaft auf 66 an, 2016 waren es 64 Stück Schwarzwild. 

Das führt durchaus zu Problemen, auch weil Wildschweine Schäden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen anrichten können. Im Tölzer Landratsamt gab es schon einmal einen Runden Tisch zum Thema Wildschweine – ein weiterer ist bereits anberaumt.

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