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Die Mutter aller Faschingszüge - kurz Muafaz - wälzte sich am Sonntag durch Tölz.

Reichersbeurer Faschingszug

In Bad Tölz bricht die Hölle los

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Bad Tölz/Reichersbeuern - Es war die Hölle – oder besser gesagt: der pure Wahnsinn. Der Reichersbeurer Faschingszug wälzte sich am Sonntag durch die Tölzer Innenstadt – und 30.000  Zuschauer säumten die Wegstrecke.

Eine vergleichbare Kulisse gibt es sonst eigentlich nur an Leonhardi. Sonntag ging's aber deutlich lauter, lustiger und vor allem bunter zu. 400 Reichersbeurer Männer hatten vier Monate lang an den 37 Wagen gewerkelt. Das Ergebnis: Einzigartige Gefährte, die den Zuschauern immer wieder ein ehrfurchtsvolles „das ist ja super“ entlockte. Besonders bestaunt wurde die „Bleads Gschweal“, ein zehn Meter hoher Zweimaster, der unter Piratenflagge durch die Marktstraße segelte. „Und wer hängt da am Anker? Ein Skelett, des hoaßt Janker“, reimte Landrat Josef Niedermaier, der auf der Bühne am Winzerer gemeinsam mit Stadtrat Michael Lindmair moderierte.

Der Tölzer Bürgermeister Josef Janker, der derzeit wie berichtet auf Fuerteventura im Urlaub ist, wurde für seine  Abwesenheit ordentlich abgewatscht. Viele Faschingswagen hatten einen alten Woll-Janker vorne aufgespießt, den Wild-West-Saloon zierten „Wanted“-Plakate mit Jankers Konterfei. Ein Bild der Rathauschefs hing auch im Fenster des Polizeihubschraubers, auf dem die Aufschrift „1. BGM-Rückholservice“ prangte.

Reichersbeurer Faschingszug: In Tölz bricht die Hölle los

Nach dem Einfall der Reichersbeurer in der Innenstadt durften dann die Wagen in der Marktstraße ausgiebig bewundert werden. Auf dem „Las Vegas“-Wagen unterhielt der Greilinger Bürgermeister Anton Margreiter als Elvis-Imitator, auf dem gelben Unterseeboot feierten die Beatles gleich in doppelte Besetzung – genauso wie ABBA ein paar Wagen weiter. Dazwischen segelte das große Wickie-Schiff mit dem Reichersbeurer Rathauschef Ernst Dieckmann als "Faxe", Neandertaler hatten ihre Höhle mitgebracht, und eine Gruppe radelte auf Fahrrädern für die Reichersbeurer Energiewende.

Eine ausführlichere Berichterstattung gibt's am Montag in der Printausgabe des Tölzer Kurier.

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