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Sie haben die Zukunft der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen im Blick (v. li.): Die designierte Vorstandsvorsitzende Renate Waßmer löst Walter Obinger ab. Reinhard Bredtmann geht 2017 in Ruhestand. Landrat Josef Niedermaier hat als Verwaltungsratsvorsitzender über die Neubesetzung des Vorstands mitzuentscheiden. 

Sparkasse

Renate Waßmer marschiert voran

Bad Tölz-Wolfratshausen – Bei der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen hat künftig eine Frau das Sagen. Renate Waßmer tritt im September 2016 die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden Walter Obinger an, der in Ruhestand geht.

Ein Dreier-Kollegium leitet bislang das öffentlich-rechtliche Geld- und Kreditinstitut. Zur Sparkassen-Spitze gehöre neben Walter Obinger (63) dessen Stellvertreter Reinhard Bredtmann (62) und Renate Waßmer (46). Obingers Vertrag endet im September nächsten Jahres, Bredtmann geht 2017 in Ruhestand. Der 15-köpfige Verwaltungsrat habe sich deshalb frühzeitig Gedanken über die Nachfolgeregelung gemacht, berichtete Landrat Josef Niedermaier als Verwaltungsratsvorsitzender beim Pressegespräch am Mittwoch. Und: „Der Verwaltungsrat hat Renate Waßmer zur Vorstandsvorsitzenden ab 1. Oktober 2016 bestellt.“

„Die Dreier-Spitze bei unserer Sparkasse soll bleiben“, kündigte Walter Obinger an. Darüber sei man sich sowohl in der Chefetage als auch im Verwaltungsrat einig. Deshalb seien bereits jetzt die 2016 und 2017 frei werdenden Vorstandsposten ausgeschrieben worden. Bis zum Stichtag am 15. November sind 48 Bewerbungen aus der ganzen Bundesrepublik eingegangen, sagte Obinger: 24 für den Bereich Firmenkunden und weitere 24 für das Privatkundengeschäft. „Das wird noch viel Arbeit, bis die passenden Bewerber ausgewählt sind“, sagte Niedermaier. Die Auswahl erfolge in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Sparkassenakademie. Mit der gleichzeitigen Ausschreibung der beiden Vorstandsmitglieder habe man beste Voraussetzungen, um die Kontinuität der Sparkassenführung zu wahren. Die Entscheidung darüber, wer in die Chefetage einzieht, fällt nächstes Frühjahr.

Die derzeitige Spitze der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen hat klare Vorstellungen über die Zukunft des Unternehmens. „Auch wenn derzeit in einigen Nachbarlandkreisen sowie im Raum Ingolstadt, Eichstätt und Pfaffenhofen viel über Fusionsüberlegungen gesprochen werde: Bei uns ist das kein Thema“, sagte Obinger. „Wir wollen selbstständig bleiben“, bekräftige Waßmer. „Die Sparkasse ist nicht an Fusionsverhandlungen beteiligt.“

Nach den Schließungen der Geschäftsstellen im Tölzer Flint-Center sowie in Arzbach, Sachsenkam und Gelting seien derzeit keine weiteren Streichungen geplant. „Wir wollen an den gewohnten Standorten präsent sein“, so Obinger. Dennoch müsse man das sich ändernde Nutzungsverhalten im Auge haben. „Bundesweit kommen Kunden oft nur noch einmal im Jahr in in ihre Filiale – alles andere wird online erledigt.“ Alois Ostler

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