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Gerald Ohlbaum, Vorsitzender der "Freunde des Klosters Reutberg" .

Nach Kassensturz

Für Reutberg-Sanierung schaut's gut aus

Sachsenkam - 2,1 Millionen Euro wird die Sanierung der Reutberger Klosterkirche kosten. Die Hälfte müssen Freundeskreis und Kloster aufbringen. Ein Kassensturz ergab nun: Die anspruchsvolle Aufgabe müsste zu stemmen sein.

In dieser Woche trafen sich der Vorstand der „Freunde des Klosters Reutberg“ mit der Klosterverwaltung. Mit letzterer ist die Pullacher Finanzberatungsfirma Bosl, die auf Ordensgemeinschaften spezialisiert ist, vom Ordinariat beauftragt. Zentrales Thema sei gewesen, berichtet Freundeskreis-Vorsitzender Gerald Ohlbaum, wie die Kassenlage des Klosters ist und welcher Eigenbeitrag für die Sanierung des barocken Kirchenjuwels oberhalb des Kirchsees geleistet werden kann.

Das Ordinariat kommt bekanntlich nur für die Hälfte der Baukosten auf. Zahlen und Details, so sei vereinbart worden, wolle man erst bei einer Pressekonferenz des Ordinariats verraten, sagt Ohlbaum. Vorwegnehmen könne er, dass die Aufgabe für den Freundeskreis und die Klosterverwaltung „machbar sein müsste. Es schaut gut aus.“

Bei den Gründen für die Zuversicht muss man freilich gar nicht so sehr spekulieren. Das Klostervermögen kann sich nämlich durchaus sehen lassen. Es gibt eine durchaus stattliche Pacht der Brauereigenossenschaft und vor allem den Verkaufserlös des Filialklosters Spielberg. Das gaben die Reutberger Schwestern 1998 auf. Das ansehnliche Gebäude wurde an die Gemeinde Oberschweinbach veräußert, die dort heute unter anderem ihr Rathaus untergebracht hat. Der Preis: rund 3,2 Millionen Euro. Die sieben verbliebenen Spielberger Ordensfrauen gingen nach Reutberg und verstärkten den Konvent. Der Verkaufserlös diente seitdem natürlich auch zum Unterhalt des Klosters sowie der Versorgung der Schwestern.

Gemeinsam, darauf legt Ohlbaum Wert, wollen die Freunde des Klosters und die Klosterverwaltung nun das Projekt Kirchensanierung meistern. Ein Arbeitskreis soll Aktionen zur Mittelgewinnung planen. Einige Vorhaben stehen schon. So ist ein Kalender mit Fotos der Kirche, der berühmten Apotheke sowie des Bräustüberls bereits in Druck und soll für 10 bis 15 Euro verkauft werden. Geld in die Kassen soll auch der Adventsmarkt am 7. Dezember spülen.

Christoph Schnitzer

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