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Der Zahn der Zeit nagt an der Reutberger Klosterkirche: Jetzt hat die Erzdiözese bekannt gegeben, was die Renovierung kostet, und wer welchen Anteil aufzubringen hat. 

Klosterkirche

Reutberg: Sanierung kostet 2,1 Millionen Euro

Sachsenkam - Die Reutberger Kosterkirche ist ein Juwel. Allerdings nagt der Zahn der Zeit an dem Gotteshaus. Die Sanierung wird nicht billig. Seit gestern stehen die Kosten fest: 2,13 Millionen Euro setzt das Erzbischöfliche Ordinariat für die Renovierungsarbeiten an. Knapp die Hälfte muss das Kloster selbst aufbringen.

Das ist eine stolze Summe, leben auf dem Reutberg doch eigentlich nur noch zwei Franziskanerinnen. Derzeit wird offensichtlich geprüft, über welche Rücklagen das Kloster verfügt. Ein Großteil des Betrags wird aber wohl aus Spenden generiert werden müssen. Und hier kommen Gerald Ohlbaum und der Freundeskreis des Klosters Reutberg ins Spiel, dessen Vorsitzender er ist.

„Ach“, sagt Ohlbaum, als ihn der Tölzer Kurier über die Höhe des Eigenanteils informiert. „Nur eine lumpige Million“, fügt er nach kurzen Schweigen ironisch an. Dann aber kehrt die Zuversicht zurück. „Wir müssen jetzt schauen, was das Kloster selber beisteuern kann und dann müssen wir uns etwas einfallen lassen, wie wir Spender und Sponsoren finden.“ 180 Mitglieder zählt der Freundeskreis. Ohlbaum hofft auf große Solidarität der umliegenden Gemeinden. „Ohne die wird es nicht gehen.“

Der Fördervereinsvorsitzende ist aber auch froh, „dass es jetzt mal eine konkrete Zahl gibt“. Damit habe man ein Ziel, auf das man hinarbeiten könne, ergänzt er.

Die Erzdiözese selbst steuert 1,11 Millionen Euro bei. Mit diesem Geld soll der marode Kirchturm innen und außen renoviert werden - genauso wie der Dachstuhl und die Fassade. Die Mittel des Klosters fließen unter anderem in die Erneuerung der Heizanlage sowie in die Restaurierung der Altäre, des Stucks und der Fresken.

Wann mit den Arbeiten begonnen wird, hängt übrigens vom Kloster und dem Freundeskreis ab: Die Erzdiözese gibt die Detailplanung in Auftrag, sobald das Kloster 70 Prozent des Eigenanteils - also 700 000 Euro - aufgebracht hat. Veronika Wenzel

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