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Sonnenuntergang am Reutberg: Die Sachsenkamer Gruppe kämpft weiter dafür, dass in dem 400 Jahre alten Kloster Reutberg nicht für immer die Lichter ausgehen. 

„Sachsenkamer Gruppe“ schreibt ans Ordinariat 

Brandbrief an „Totengräber“ des Reutbergs

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Am Reutberg braut sich was zusammen: Zum einen wächst der Unmut über das Ordinariat. Zum anderen erfährt die „Sachsenkamer Gruppe“ immer mehr Unterstützung im Kampf um den Erhalt des Klosters.

Sachsenkam – „Das ist der Tiefpunkt der bisherigen Verhandlungen“, sagt der Sachsenkamer Bürgermeister Hans Schneil. Er gehört zur „Sachsenkamer Gruppe“, die sich aus Vertretern der Pfarrgemeinde, Gemeinde, des Klosters und des Reutberger Freundeskreises zusammensetzt. Am Montagabend haben sie gemeinsam einen Brandbrief an die Erzdiözese München-Freising verfasst.

Der Grund für die Enttäuschung: „Das Ordinariat hat den Dialog zum Erhalt des Konvents einseitig abgebrochen“, beklagt sich Ulrich Rührmair als Sprecher der Gruppe. Er wirft in dem sechsseitigen Brief der zuständigen Ordinariatsdirektorin Gabriele Rüttiger Wortbruch vor. Noch beim letzten Treffen sei vereinbart worden, über „Möglichkeiten zum Erhalt des jetzigen Ordens“ zu sprechen. Nun sei in einer neuerlichen E-Mail dieses Thema von der Tagesordnung gestrichen worden. „Sie verbieten uns sogar, diesen Punkt überhaupt noch zur Sprache zu bringen“, schreibt Rührmair. Diese Weigerung zeige auch all denen, die bisher noch an die konstruktive Gesinnung des Ordinariats geglaubt hatten, „dass Sie am Erhalt des jetzigen Konvents schlicht nicht interessiert sind“. Der von Rüttiger eingeleitete Abbruch der Gespräche falle zusammen mit dem Zeitpunkt, zu dem das Ordinariat nach Rom geschrieben habe, „um den endgültigen Vollzug der Klosterauflösung zu erwirken“. Rührmaiers Schlussfolgerung: „Das Ordinariat hat die Gespräche nur genutzt, um Zeit zu gewinnen und um uns hinzuhalten, während man im Hintergrund die Klosterauflösung vorbereitet hat.“ Dem Ordinariat sei es wohl „nie ernst gewesen mit einem konstruktiven, konsensorientierten Dialog auf Augenhöhe“.

Die Sachsenkamer Gruppe wolle nicht der Amtskirche schaden, heißt es. Aber man sehe keine andere Möglichkeit, als jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen. Denn der gleichzeitige Vorschlag aus dem Ordinariat, über die diesjährigen Feierlichkeiten zum 400-jährigen Bestehen des Klosters zu sprechen, sei „vollkommen abwegig“. So heißt es in dem Brief weiter: „Wie stellen Sie sich eine angemessene Feier vor, wenn die Anwesenden alle wissen, dass es Möglichkeiten zum Erhalt des Klosters gegeben hätte, das Ordinariat diese aber offenbar nicht zugelassen oder aktiv hintertrieben hat?“ Die Diözese sei so zum „Totengräber“ des Reutberg geworden, wie es diese Zeitung formuliert hatte.

Die Reutberger Gruppe vermisst noch immer eine Antwort auf das 25-seitige Konzeptpapier, das man vor einem Jahr vorgelegt habe. Einer der Vorschläge sieht ein Seelsorgezentrum vor. Das Ordinariat hatte lediglich angedeutet, am Reutberg könne sich eine (namentlich nicht genannte) Priestergemeinschaft ansiedeln.

Umso mehr freut sich Rührmair über Unterstützung aus der Region. Der Dekanatsrat hat sich demnach in seiner jüngsten Sitzung „mit überwältigender Mehrheit“ für den Erhalt des Konvents ausgesprochen. Einstimmig forderte das Gremium, dass Vertreter des Ordinariats zur nächsten Sitzung oder zu einer Sondersitzung eingeladen werden. Und: Das Thema Reutberg soll nun dem Diözesanrat mit Hans Tremmel an der Spitze vorgelegt werden.

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