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Gemeinderat Sachsenkam 

Entscheidung über Tempo 30 erst 2018

Die Diskussion über die Verkehrssituation im Sachsenkamer Gemeinderat hätte mit Sicherheit mehr als nur einen Zuhörer verdient gehabt. Ausgiebig diskutierten die Ratsmitglieder über die Anordnung von Tempo 30 für die Raiffeisenstraße und einen Teilbereich der Tölzer-/Holzkirchner Straße zwischen der Abzweigung Florianstraße und Piesenkamer Straße.

Sachsenkam Auf beiden Straßen wird nach Ansicht der Sachsenkamer Bürger zu schnell gefahren. In beiden Fällen konnten sich die Gemeinderäte nicht zu einer Entscheidung durchringen. Sie beschlossen jedoch anonyme Geschwindigkeitsmessungen, um im kommenden Sommer dann eine endgültige auf Fakten basierende Entscheidung treffen zu können. Als Sofortmaßnahme wird im Kreuzungsbereich Raiffeisen-/Wallbergstraße eine Rechts-vor-Linksregelung eingeführt.

Bürgermeister Hans Schneil wies mehrfach darauf hin, dass eine Tempo 30-Regelung auf beiden Straßen nicht durchsetzbar wäre. Dies hatte sich das Gemeindeoberhaupt bei einer vor kurzem durchgeführten Verkehrsschau mit Vertretern des Landratsamtes und der Polizei bestätigen lassen. Während dieser Ortsbegehung wurde laut Schneil auch darauf hingewiesen wurde, dass das Unfallaufkommen auf den genannten Straßen völlig unauffällig sei.

Aufgrund der geplanten Geschwindigkeitsmessungen wurden die von den Behördenvertretern angeregten Lösungen nur andiskutiert. Ausdrücklich empfohlen wurde der Einsatz von Schulweghelfern, die in Höhe der Einmündung Schulweg für ein sicheres Überqueren der Kreisstraße sorgen könnten. In Reichersbeuern habe man damit seit Jahren gute Erfahrungen gemacht. Petra Kronwitter stellte sich dabei allerdings die Frage, warum die Gemeinde gerade um ein Queren der Kreisstraße zu vermeiden, zwei Schulbushaltestellen eine für den nördlichen Bereich an der Gemeindeverwaltung und eine an der Wallbergstraße für den südlichen Bereich von Sachsenkam angelegt habe.

Einigen Gemeinderäten war auch nicht bewusst, dass es an der Tölzer Straße bereits ein Schild „Vorsicht Kinder“ gibt, das auf das Gefahrenpotenzial hinweist. Die dritte Möglichkeit wäre die Einrichtung von Tempo 30-Zonen. In die vier möglichen Zonen könnten, abgesehen von den Kreisstraßen, alle Ortsstraßen einbezogen werden.

Zunächst will der Gemeinderat aber das Ergebnis der Geschwindigkeitsmessung abwarten und im neuen Jahr dann eine generelle Entscheidung treffen. 

Günther Platschek

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