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Prost: Eine Drehpause nutzte Bud Spencer (li.) 1988, um Werbung fürs Reutberger Bier zu machen. Eingefädelt hatte das Vorstandsvorsitzender Hans Kappelsberger. 

Erinnerungen in Sachsenkam

Bier für Bud Spencer, eine Jacke für Schimmi

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Sachsenkam –  Die traurige Nachricht, dass Bud Spencer und Götz George gestorben sind, ruft im Tölzer Land schöne Erinnerungen wach: Spencer besuchte einst die Klosterbrauerei Reutberg und Schimanskis berühmte Jacke hat eine Tölzerin mitentworfen.

Die Filmwelt trauert um zwei große Schauspieler, die beide eine besondere Beziehung zum Tölzer Land hatten. Der am Montag gestorbene Bud Spencer (bürgerlich Carlo Pedersoli) hat 1988 bei einer Drehpause die Werbung für die Klosterbrauerei Reutberg angekurbelt. Und: Die berühmte Jacke des Tatort-Kommissars Schimanski ist von einer Tölzerin mitentworfen worden. Der verstorbene Schauspieler Götz George war mehrfach im Tölzer Raum – privat und zu Drehaufnahmen.

Doch der Reihe nach: Der Schluck aus dem Reutberger Maßkrug, den Bud Spencer im Juli 1988 genommen hat, tat nicht nur dem korpulenten Schauspieler wohl. Der war damals zu Filmaufnahmen nach Helfertsried gekommen – gleich neben dem Langerbauern-Hof. Landwirt Hans Kappelsberger war ein halbes Jahr zuvor zum Vorstandsvorsitzenden der angeschlagenen Reutberger Brauerei gewählt worden und packte die Gelegenheit beim Schopf. In einer Pause bei den Aufnahmen zu „Jack Clemente – ein Mann für alle Fälle“ bot der „Langerbauer“ dem Schauspieler eine Mass Reutberger an. Der Schnappschuss mit dem gut gelaunten Bud Spencer an der Seite des schmunzelnden Hans Kappelsberger war Sinnbild für den zupackenden Neuanfang der jungen Brauerei-Führung. „Dem hat unser Reutberger Bier richtig gut geschmeckt“, erinnerte sich Kappelsberger.

Eine besondere Beziehung zu Sachsenkam hatte auch Götz George. Im Februar 1991 drehte er eine Tatort-Folge mit seinem Kommissar-Kollegen Eberhard Feik am Kirchsee. Dreimal musste Schimanski bei klirrender Kälte für jeweils eine Viertelstunde ins eiskalte Wasser des Kirchsees. Trotz Taucheranzugs wollte keiner der Zuschauer mit dem vermeintlich eingebrochenen „Schimmi“ tauschen. Der zeigte sich damals publikumsnah, schrieb Kurier-Volontärin Uschi Weber, die die Filmaufnahmen vor 25 Jahren für die Heimatzeitung begleitete. „Als Götz George einige Jugendliche Eishockey spielen sieht, greift er zum Stock und spielt mit – Feik dreht derweil gemütlich seine Runden und und ist jederzeit für eine Plauderei zu haben“, schreibt Weber im Tölzer Kurier.

Und auch das dürfte vielen nicht mehr in Erinnerung sein: Einer der ersten Besuche von George in Bad Tölz war bereits im April 1983. Der Tatort-Kommissar kam von Dreharbeiten in Duisburg an die Isar. Er gratulierte damals Gerlind Gies zur Eröffnung ihrer Modeboutique „Carmen G“ an der Salzstraße. Die berühmte Schimanski-Jacke war nämlich von der Tölzer Modeunternehmerin mitentworfen worden.  

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