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Zehn Oberbayern auf WM-Tour: Die Fangruppe „Samba Caramba Bavaria“ aus Sachsenkam fühlt sich pudelwohl in Brasilien.

Fanclub fährt zur Europameisterschaft

Mit Dosenbier nach Frankreich

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Sachsenkam – Côte d’Azur statt Copacabana, Wein statt Caipi: Der Fanclub Samba Caramba Bavaria, der schon zur WM nach Brasilien gereist ist, will auch die Europameisterschaft in Frankreich nicht verpassen. Die 13 Männer verreisen mit einem Nightliner.

Bequem gepolsterte Sitze, Schlafkabinen, Klimaanlage, Kühlschrank und – selbstverständlich – eine Playstation. Mit dieser Ausstattung geht es für 13 Männer aus Sachsenkam am 9. Juni auf große Fahrt. Der Nightliner ist eigentlich ein Bus, der häufig Bands auf ihrer Tour befördert. Musik haben die Sachsenkamer aber nicht im Sinn: Ihnen geht es um Fußball und jede Menge Spaß.

Der Fanclub „Samba Caramba Bavaria“ reiste schon zur Fußball-WM nach Brasilien (wir berichteten). Damals waren sie zu elft und galten laut DFB als größte selbstorganisierte Reisegruppe. Unter anderem berichteten N24 und Japan-TV über außergewöhnlichen Fans. Um den Bus vollständig auszunutzen, haben sie diesmal nochmal aufgestockt. „Da haben wir recht schnell Leute im Freundeskreis gefunden“, sagt Andreas Rammler, Clubmitglied und Bassist bei der Band Scorefor – daher die Idee mit dem Nightliner.

Auf geht’s nach Frankreich: Beim monatlichen Stammtisch haben sich die 13 Fans auf die Meisterschaft vorbereitet. 

Eigentlich müsste ja ein neuer Name für die Gruppe her, der 2014 auf Brasilien zugeschnitten war. „Wir haben aber entschieden, das Ganze unter dem Namen weiterzuführen“, sagt Rammler. „Samba Caramba Bavaria“ steht nämlich auf ihrer Fahne und auf ihren Fankutten – ihrem Erkennungszeichen. Und das soll so bleiben, auf den Jeanswesten sammeln die Fußballbegeisterten nämlich Aufnäher. „Wie Old-School-Fans“, so Rammler.

Eine dieser Kutten hat sogar eine ganz besondere Bedeutung: Derjenige, der sie bei der WM in Brasilien getragen hatte, ist vergangenes Jahr beim Skifahren am Brauneck verunglückt. Seine Mutter gab die Jeansweste an die Gruppe, damit sie weiter mit ihnen unterwegs ist. „Wir werden sie in Ehren halten.“

Für die Europameisterschaft sparen die 13 Männer schon seit zwei Jahren auf einem gemeinsamen Konto. Außerdem trafen sie sich monatlich zum Stammtisch, um die Reise zu organisieren. Die Route steht: „Wir haben Karten für vier Spiele.“ England gegen Russland, Deutschland gegen Polen, Irland gegen Belgien und Deutschland gegen Nordirland, „wo wir hoffentlich den Gruppensieg einfahren“.

Passend zu den Spielen will die Reisegruppe an der Südküste entlangfahren, dann über Paris an die Westküste nach Bordeaux, von dort zurück nach Paris und über Straßburg heim nach Sachsenkam. Wie lange sie jeweils bleiben, steht nicht fest. „Wir haben ein Stromaggregat dabei und sind ganz flexibel.“

Dass Frankreich nach der exotischen Brasilien-Reise ebenso spannend wird, davon ist Rammler überzeugt. Das interessante sei, die verschiedenen Fans aus anderen Ländern kennenzulernen. „Da sind auch viele Verrückte unterwegs.“ Die Iren seien ja als trink- und partyfreudig bekannt. „Ich denke, wir aus dem Oberland passen gut dazu.“

Apropos trinkfreudig: In Brasilien spielte Caipirinha eine große Rolle. Nun geht es in gute Weingegenden. Mit dem Rebensaft ist in der Gruppe bisher allerdings noch keiner richtig vertraut. „Wir werden das austesten“, sagt Rammler. Vorsichtshalber wollen die Freunde sich aber auf der Hinfahrt in Österreich mit Dosenbier eindecken. Man weiß ja nie.  

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