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Klingender Höhepunkt: Alle Mitwirkenden singen gemeinsam den „Sachsenkamer Marsch“.  

Gemeinsames Chorkonzert

So singt Sachsenkam

Ein singendes Dorf von seiner besten Seite erleben konnten die Besucher beim gemeinsamen Frühjahrskonzert der Sachsenkamer Chöre.

Sachsenkam  Vom einleitenden „Willkommen“, das der Männerchor vortrug, bis zum abschließenden „Sachsenkamer Marsch“, den alle Beteiligten auf der Bühne mit dem Publikum anstimmten, war unter der Gesamtleitung von Marcus Rummel ein ebenso umfang- wie abwechslungsreiches Programm geboten.

Da brachte der stark aufgestellte Männerchor etwa die alten deutschen Volkslieder von der schönen Loreley und dem stechenden Heidenröslein dar, zeigte sein kraftvolles Stimmpotenzial aber auch gekonnt bei den einstigen Schlager-Hits „Junge, komm bald wieder nach Haus“ und „Mich rief es an Bord“. Das Genre des alpenländischen Volkslieds war vertreten mit dem Lied „In de Berg bin i gern“ – von einem Trio abgerundet mit einem passenden Jodler. Und nicht zuletzt konnte die Männerformation Jackl und Wastl Roiders Begeisterung für das „guade, echte, gsüffige, gschmackige boarische Bier“ textlich problemlos umwandeln zugunsten das räumlich so nahe liegenden Reutberger Biers.

Mit nicht minder konzentrierter Verve absolvierte der Frauenchor „Chorella“ seine Beiträge, versiert geleitet von Cecilia Geréd: „Die Meere“ von Johannes Brahms und „Kein schöner Land in dieser Zeit“ von Wilhelm Zuccalmaglio bildeten eine eigene Klangwelt. Dass es an nachwachsenden Talenten nicht fehlt, davon überzeugten der Jugend- und der Kinderchor unter den Fittichen von Maria Huß. „Wir lieben Grusellieder, die geh’n ganz gut ins Ohr“, verkündete der Kinderchor keck und brachte gemeinsam mit dem Jugendchor beim „Spinnwebenboogie“ und beim bekannten Song vom „Lollipop“ mit dem markanten schelmischen „Plopp“ nicht nur die Musik, sondern auch seine rhythmische Körpersprache zum Einsatz.

Besonders klangvoll waren die gemeinsamen Auftritte von Frauen- und Männerchor etwa bei Giovanni Gastoldis „In maienhellen Tagen“ oder dem mitreißenden „Feuerwerk der guten Laune“ nach Johann Strauß (Sohn). Und anrührend anzuhören war das von Jugend- und Frauenchor gemeinsam aufgeführte „Halleluja“ von Leonhard Cohen. Individuelle Akzente setzte das „9/8-tel Oktett“ mit den Titeln „Short People“ von Randy Newman und „When I’m sixty-four“ von John Lennon und Paul McCartney, während „De junga Burschn“ zu neunt mit dem amüsanten Comedian-Harmonists-Hit „Lass mich dein Badewasser schlürfen“ aufwarteten.

Das Publikum belohnte alle Darbietungen mit viel Applaus. Begeisterten Beifall erhielten zudem die Solisten des Abends: Altistin Lore März glänzte mit Giuseppe Giordanis „Caro mio ben“, Bass Simon Mayerhofer mit Mozarts „In diesen heil’gen Hallen“. Einen weiteren Höhepunkt des Programms bildete das Walzerlied „Wunderbar“ von Cole Porter, das Sopranistin Cecilia Geréd und Simon Mayerhofer trefflich im Duett aufführten.

Nicht vergessen werden dürfen die wechselnden instrumentalen Begleiter der Vokalisten: Ingo Jahn am Klavier, Lisi Rossa auf dem Akkordeon, Michael und Flori Zinsmeister mit Gitarre und Cayon sowie Veronika Berghammer an der Harfe. Moderator Josef Mannhart hatte zu Beginn nicht zu viel versprochen: Für abwechslungsreichen Hörgenuss war bestens gesorgt. Rosi Bauer

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