+
Nicht schön, aber harmlos: Diese „Glibberklumpen“ sind wahrscheinlich Algen. Die Natur wird sie wieder abbauen. 

Kirchsee

„Glibberklumpen“ beunruhigen Badegäste

  • schließen

Sachsenkam – Fest, gummiartig und feucht: Im Kirchsee schwimmen merkwürdige Glibberklumpen. Das Landratsamt hat Proben ans Bayerische Landesamt für Gesundheit geschickt.

Heike Spohr liebt den Kirchsee, aber jetzt kam er ihr seltsam vor: „Beim Schwimmen sind mir Unmengen von tischtennisballgroßen, grünen, schleimigen Klumpen aufgefallen“, schrieb die Reichersbeurerin in einer E-Mail an unsere Zeitung. „Die meisten sitzen am Grund, manche schwimmen auch an der Wasseroberfläche.“ Sie frage sich, was das denn sei – und ob es gesundheitsschädlich ist. „Da es so viele sind, kann man kaum in tieferes Wasser gehen, ohne sie zu berühren. So etwas habe ich in Jahrzehnten am Kirchsee noch nie gesehen.“

Kirchsee ist  „mikrobiologisch einwandfrei“

Das Landratsamt gibt Entwarnung. Zufällig war am Montagmorgen Hygienekontrolleur Michael Wagner ohnehin am Kirchsee, um eine Gewässerprobe zu entnehmen. Das Ergebnis wird für Ende der Woche erwartet. Die letzte Probe fand turnusgemäß im April statt, und da war der Kirchsee „mikrobiologisch einwandfrei“, sagt Wagner.

Die „Glibberklumpen“ sind laut Wagner wahrscheinlich Algen, die sich je nach Witterung bilden können – zum Beispiel jetzt, wenn es so stark wechselhaft ist. Ähnliche Gebilde könne man durchaus auch mal in Pfützen entdecken. Um genau bestimmen zu können, um welche Algenart es sich handelt, hat Wagner weitere Proben entnommen und sie ans Bayerische Landesamt für Gesundheit geschickt. Die Untersuchung wird aber zirka zehn Tage dauern, sagt der Wasserexperte.

Grundsätzlich sei „der Kirchsee immer eines der besten Badegewässer in unserer Region“, so Wagner. Das Landratsamt untersucht in regelmäßigen Abständen, nämlich einmal im Monat, alle Badegewässer im Landkreis und veröffentlicht die Ergebnisse im Internet. Im April hatte der Kirchsee 10,3 Grad, derzeit meldet die Wasserwacht im Internet 16,5 Grad.

„In einem Naturgewässer kann es durchaus mal zur Bildung von Algen kommen“, sagt Hygieneexperte Wagner. Einen Grund zur Beunruhigung sehe er jedenfalls nicht. Die Algen werden wie jeder andere Mikroorganismus in der Natur wieder zersetzt und abgebaut.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Tipps gegen Langweile:Das ist los am Freitagabend
Tipps gegen Langweile:Das ist los am Freitagabend
Die „Ferienmäuse“ haben noch Plätze frei
In Bad Tölz klafft eine verwirrende Lücke: Laut Sozialplaner Armin Ebersberger suchen viele Eltern dringend nach einer Ferienbetreuung für ihre Kinder. Aber den …
Die „Ferienmäuse“ haben noch Plätze frei

Kommentare