Diese aquarellierte Federzeichnung zeigt das Kloster im Jahre 1712. Die Koloration wird im Erzbischöflichen Archiv in München aufbewahrt. Im neuen Reutberg-Kalender dient sie als Januar-Titelbild.

Freundeskreis Kloster Reutberg

Ein Kalender voller Schätze

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Sachsenkam - Um Geld für die Sanierung der Klosterkirche in Reutberg zu sammeln, hat der Freundeskreis wieder einen Kalender auf den Markt gebracht. Zudem laufen die Vorbereitungen für den Adventsmarkt.

Die Innensanierung der Klosterkirche ist nach der Zuschuss-Zusage aus Berlin in greifbare Nähe gerückt. Die Kosten belaufen sich auf rund eine Million Euro. Davon entfallen auf den Freundeskreis 350 000 Euro, den anderen Teil kann das Kloster aus eigenem Vermögen aufbringen.

In diesem Sommer ist eine Paten-Aktion angelaufen, bei der man für bestimmte Objekte eine Spenden-Patenschaft übernehmen kann (wir berichteten). Sie hat allerdings eher schleppend begonnen. Aus diesem Grund macht der Freundeskreis im neuen Kalender für 2017 nochmals Werbung dafür. Gleich zu Anfang sieht man eine Auswahl, für welche Kunstobjekte man spenden kann – vom Altarengel über die Kanzeltreppe bis zum Fenster. Insgesamt werden noch Paten für über 180 Objekte gesucht.

Ansonsten dürfen sich die Kalender-Käufer freuen, im kommenden Jahr Kunstobjekte zu sehen, die man sonst in der Kirche nicht entdecken kann. Zu sehen sind zum Beispiel Bilder, die im Klausur-Bereich hängen, etwa das Ölgemälde „Christus als Apotheker“ aus der – wie sollte es anders sein – historischen alten Apotheke, die nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Diese Darstellung ist im Mai zu bewundern. Auch das September-Bild ist eine Rarität, es zeigt die heiligen Franziskus und Augustinus sowie die selige Schwester Angelina Marsciano. Es hängt in einem Sprechzimmer der Schwestern.

Etwas Besonderes ist auch das Januar-Bild. Zu sehen ist eine aquarellierte Federzeichnung aus dem Jahre 1712. Es zeigt eine Darstellung des Klosters. Die Koloration wird im Erzbischöflichen Archiv in München aufbewahrt.

Neu ist auch, dass der Kalender heuer ein Hochformat besitzt. „Dieses Format ist besser für die Kunstgegenstände“, sagt Carl Langheiter aus Miesbach. Er ist Beiratsmitglied im Freundeskreis und hat sich um die Erstellung des Kalenders gekümmert. Zudem, meint Langheiter, sei es „erfahrungsgemäß in einem Haushalt leichter, einen geeigneten Platz für einen Kalender im Hochformat zu finden“.

Das Produkt wurde hochwertig gestaltet, nämlich mit Klarsichtdeckblatt, Spiralbindung in Silber und festem Rückwandkarton. Der Freundeskreis hat 400 Exemplare drucken lassen, die für 15 Euro verkauft werden. Der Reinerlös wird für die Kirchenrenovierung verwendet.

Weitere Spenden erhofft sich der Freundeskreis vom Adventsmarkt, der heuer am Sonntag, 4. Dezember, durchgeführt wird. Um 10 Uhr findet eine feierliche Messe statt, um 11 Uhr wird der Markt eröffnet. Die 33 Anbieter werden 28 Stände aufstellen, an denen es wie in den vergangenen Jahren auch allerlei Kunsthandwerk und Selbstgebasteltes gibt, berichtet Freundeskreis-Vorstand Gerald Ohlbaum. Auch für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt. Verschiedene Musikgruppen aus Sachsenkam und Umgebung sorgen für stimmungsvolle Adventsmusik.

Zudem gibt es verschiedene „Programmpunkte“: Um 14 Uhr findet eine alpenländische Andacht in der Kirche statt, um 15 Uhr werden im Kloster Adventsgeschichten für Kinder vorgelesen. Um 16 Uhr musizieren Kinder und Jugendliche in der Kirche, und um 17 Uhr kommt der Nikolaus auf den Markt. Wenn das Wetter schön ist, werden ab 12 Uhr noch Kutsch- und Schlittenrundfahrten angeboten.

Kalender-Verkaufsstellen

Der Kalender (15 Euro) wird im Kloster sowie bei den Einzelhändlern im Ort verkauft. Weitere Exemplare gibt es in Bad Tölz in der Tourist-Info, bei Schreibwaren Zauner, in der Buchhandlung Urban und im „Café im Süden“. Den Kalender gibt es zudem in der Bücheroase in Holzkirchen und bei „Buch am Markt“ in Miesbach.

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