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Die Zukunft des Klosters Reutberg ist weiter unklar. Eine baldige Schließung ist nun aber vom Tisch.

Zukunft von Reutberg

Kein Termindruck bei Kloster-Schließung

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Erleichterung auf dem Reutberg. Für die geplante Schließung des Klosters gibt es keinen Termindruck. Das wurde bei einem Gespräch in München deutlich.

Sachsenkam/München – Mit großer Erleichterung hat Monsignore Josef Beheim die Heimfahrt aus München angetreten. Der Spiritual des Klosters Reutberg war von dem Zusammentreffen am Montagnachmittag im Ordinariat der Erzdiözese München und Freising ebenso angetan wie Gerald Ohlbaum. „Es war ein sehr offenes Gespräch in guter und kooperativer Atmosphäre“, berichtet der Vorsitzende des Freundeskreises Reutberg. Die Vertreter der Kirche lassen demnach den Termin für die geplante Schließung des Klosters offen. „Das Ordinariat will sich nicht unter Zeitdruck bringen lassen“, glaubt Ohlbaum. Noch im Januar hieß es, die letzten beiden Reutberger Schwestern müssen sich heuer entscheiden, wo und wie sie künftig leben wollen (wir haben berichtet).

Nun hat das Ordinariat offenbar Interesse am Fortbestand des Klosters. „Es bewegt sich einiges“, sagt der Spiritual. Der Generalvikar zeige nun Wohlwollen. „Dabei hatten wir schon geglaubt, dass das letzte Stündlein des Klosters geschlagen habe“, so Monsignore Beheim. Seiner Einschätzung nach hat die Diskussion „eine starke Wendung genommen“.

Es gab einige gute Denkanstöße, sagt Gerald Ohlbaum. Denkbar sei eine spirituelle Einrichtung in Reutberg – wie beispielsweise ein Seelsorgezentrum. Über die verschiedenen Vorschläge dazu müsse sich der neu gegründete Arbeitskreis demnächst Gedanken machen. Ihm sollen die Teilnehmer des Arbeitsgesprächs vom Montag angehören. Neben dem Freundeskreis-Vorsitzenden ist das dessen Stellvertreter Helmut Rührmair, der Spiritual Beheim, die Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden Xaver Waldmann und Ulrich Rührmair sowie der Sachsenkamer Bürgermeister Hans Schneil. Von Ordinariats-Seite waren dabei: Generalvikar Peter Beer, Domkapitular Prälat Lorenz Kastenhofer und die für Grundsatzfragen zuständige Ressortleiterin Gabriele Rüttiger. Auf Vorschlag des Freundeskreises sollen zudem die Reutberger Schwestern einbezogen werden.

Der neue Arbeitskreis will erstmals am 15. Mai in Reutberg zusammenkommen. Wo, das ist laut Ohlbaum noch offen: Im Kloster oder im Klosterbräustüberl. Eine Frage soll dabei im Mittelpunkt stehen, nämlich ob es denkbar ist, dass Schwestern aus einem anderen Orden oder aus dem Ausland am Reutberg eine neue Bleibe finden. Ein derartiges Experiment habe das Ordinariat bislang abgeschreckt, sagt Monsignore Beheim. Man müsse dabei selbstverständlich Rücksicht darauf nehmen, dass jeder Orden seine eigene Spiritualität habe.

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