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Beliebt bei Stehpaddlern: der Kirchsee in Sachsenkam. Bei dieser Trendsportart aus Hawaii steht der Sportler aufrecht auf einem schwimmfähigen Board und bewegt sich mit Hilfe eines Stechpaddels fort.

Kein Verbot für Stand-Up-Paddler am Kirchsee

Die Gemeinde Sachsenkam setzt auf ein friedliches Miteinander unter den Ba degästen am Kirchsee. Der Gemeinderat sprach sich deshalb gegen ein Verbot für Stehpaddler aus.

Sachsenkam Die Gemeinde hatte ein Verbot für Stand-Up-Paddler (SUP) in Erwägung gezogen, nachdem sich einige Badegäste telefonisch beziehungsweise vor Ort beim Parkwächter beschwert hatten(wir haben berichtet). Die Kritik der Badegäste entbrannte vor allem am Platzverbrauch für die etwa drei Meter langen Sportgeräte. Im Wasser selbst habe sich nur eine Frau von den Paddlern bedroht gefühlt, sagte Bürgermeister Hans Schneil. Die Gemeinde sei aber auf die Einnahmen aus den Parkgebühren angewiesen, um Reparaturarbeiten an der Uferbefestigung, den Badestegen, Zufahrtswegen sowie Parkplatz stemmen zu können.

Gemeinderat Markus Demmel, der an den Wochenenden für die Wasserwacht am Kirchsee tätig ist, konnte dies nur bestätigen. „Wir haben das innerhalb der Wasserwacht diskutiert. Bei uns hat keiner Verständnis für so ein Verbot.“ Der See sei für alle da. Man könne nicht immer alles reglementieren, wenn sich jemand gestört fühle. Bei einem Verbot würde man auch die ausschließen, die morgens eine Runde paddeln und anschließend wieder nach Hause fahren.

Eine Lösung, die beide Seiten befriedigen könnte, sah Schneil in einer zeitlichen Begrenzung eines Verbots von Freitag bis Sonntag. Evi Normann konnte sich auch eine tageszeitliche Beschränkung vorstellen. Heidi Eberl wollte sich damit nicht anfreunden, weil dies den nächsten Konflikt in sich berge. „Dies müsste überwacht werden“, gab sie zu bedenken und wies auf die Badehungrigen hin, die mit riesigen Schlauchbooten und Luftmatratzen den See belagern. „Dann sitzen wir in einem Monat wieder hier und beraten über Badeinseln“, meinte Demmel. „Da sind schon Anfragen eingegangen“, so Schneil. „Wir machen da überhaupt nichts.“

Auf Interesse stieß der Vorschlag von Fritz Kropius, der allerdings nicht weiter vertieft wurde. Er schlug vor, im Wasser, etwas abseits am Rande des Badeplatzes, Pflöcke einzuschlagen, diese durch ein Seil miteinander zu verbinden und daran die Paddelboards zu befestigen. Dadurch könnte man Liegeplätze an Land freihalten.

Johann Huß trat schließlich dafür ein, „die Situation in diesem Sommer zu beobachten und nicht auf die zu hören, die am lautesten schreien.“ Mit gegenseitigem Verständnis und Rücksichtnahme sollten Konflikte zu vermeiden sein. Sein Vorschlag wurde einstimmig angenommen. (Günter Platschek)

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