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Wolken ü ber dem Kloster Reutberg: Viele Kirchgänger ärgern sich über das Vorgehen des Ordinariats.

Sachsenkamer dementieren Ordinariat-Aussage

Kloster Reutberg: Pfarrer Beheim bat nicht um Rückkehr nach Mainz  - Aussage der Diözese „ein starkes Stück“

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Rund um den Reutberg wächst der Unmut über das Ordinariat. Der von seinem Dienst entpflichtete Spiritual Josef Beheim versichert, dass er nicht selbst um seine Entlassung gebeten habe. Das hatte die Münchner Erzdiözese vergangene Woche erklärt.

Sachsenkam – Das Pfingstfest stand auf dem Reutberg ganz im Zeichen der formellen Entpflichtung von Josef Beheim. Die Erzdiözese hatte den Seelsorger per Dekret zum 31. Mai von seinen Aufgaben als Spiritual entbunden. Er habe selbst darum gebeten, erklärte Diözesan-Pressesprecher Bernhard Kellner gegenüber der Heimatzeitung.

„Das entspricht nicht den Tatsachen“, versichern Gerald Ohlbaum und Helmut Rührmair vom Reutberger Freundeskreis. Sie nahmen am Dienstag an einem internen Personalgespräch teil, in dem Monsignore Josef Beheim bekräftigt hat, er würde gerne am Reutberg bleiben. „Er empfindet eine große Verantwortung gegenüber den dortigen Schwestern und gegenüber der großen Zahl von Gläubigen, für die der Reutberg ein wichtiger Ort des Gebetes ist“, so Rührmair.

Auch Spiritual Beheim machte im Gespräch mit dieser Zeitung noch einmal deutlich, dass er mit niemandem in seinem Heimatbistum Mainz über seine Rückkehr dorthin gesprochen habe. „Das ist schon ein starkes Stück, wenn dann etwas anderes behauptet wird.“ Er empfinde das alles als sehr mysteriös. Aber er könne damit leben, so der Seelsorger in seiner versöhnlichen Art.

Ordinariats-Sprecherin findet Situation „rätselhaft“

Fakt ist laut Beheim lediglich, dass er sich bereits vor einiger Zeit bei einem Besuch in Mainz nach einem Alterswohnsitz mit Betreutem Wohnen umgeschaut habe. Ein freier Platz sei aber in absehbarer Zeit nicht zu finden gewesen. Mit seinen mittlerweile 75 Jahren wolle er nämlich nur noch einmal umziehen müssen, so der Ruhestandsgeistliche.

„Rätselhaft“ ist die Angelegenheit für Bettina Göbner von der Ordinariats-Pressestelle. „Wenn Monsignore Beheim jetzt nicht nach Mainz gehen will, dann ist das eine neue Situation.“ Dann müsse man halt über die Sache noch einmal reden. Auch sie versicherte – wie vergangene Woche ihr Abteilungsleiter Bernhard Kellner – der derzeit in Urlaub ist –, dass man dem Spiritual sehr dankbar für dessen Wirken am Reutberg sei.

Für Monsignore Beheim sind nach dem Gespräch am Dienstagvormittag noch einige Fragen offen. Er will zunächst dafür sorgen, dass die geplante Gottesdienstordnung in der Klosterkirche Reutberg eingehalten werden kann. Dazu müsse ihm nun der Sachsenkamer Pfarrer Jiri Tesar eine Erlaubnis erteilen, dass Beheim weiterhin die Sakramente spenden dürfe.

Fast 1000 Unterschriften: Aktion für Zukunft von Kloster Reutberg

Beim Auszug aus der Spiritual-Wohnung habe man ihm wie berichtet zeitlichen Aufschub gewährt. „Einige Leute haben mir spontan ein Zimmer angeboten, nachdem sie von der Sache gehört hatten“, sagt Beheim. Darüber habe er sich sehr gefreut.

Die vom Reutberger Freundeskreis ins Leben gerufene Unterschriftenaktion erfährt unterdessen großen Zuspruch. Mittlerweile haben sich fast 1000 Personen eingetragen, berichtet Helmut Rührmair. Das zeige die Wertschätzung des Spirituals bei den Gläubigen. Die Unterzeichner sprechen sich zum einen dafür aus, dass das Kloster mit den Schwestern erhalten bleibt und zum anderen dafür, dass Spiritual Beheim am Kloster bleiben kann und dort Messen, Taufen und Hochzeiten feiern darf.

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