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Sie wollen für die CSU und die Unabhängige Wählerschaft in den Gemeinderat Sachsenkam einziehen (vo., v. li.): Benedikt Öttl, Thomas März, Heidi Eberl-Lettner, Bürgermeisterkandidat Andreas Rammler, Petra Kronwitter, Matthias Danner und Stefan Pfatrisch sowie (Mi., v. li.) Karl Slawik, Franz Lettner, Fritz Kropius, Markus Demmel, Johann Huß und Albert Gast sen. sowie (hi., v. li.) Franz Ostner, Albert Gast jun., Anton Demmel, Leonhard Bacher, Oskar Wacker und Florian Kropius. Nicht auf dem Foto ist Stefan Braun-Feldweg. 

Kommunalwahl 2020 

Sachsenkam: Andreas Rammler will Hans Schneil beerben

CSU und Unabhängige Wählerschaft Sachsenkam haben einen potentiellen Nachfolger für amtierenden Bürgermeister Hans Schneil nominiert. Bei der Aufstellung beweist Rammler viel Humor. 

Sachsenkam Die CSU und die Unabhängige Wählerschaft Sachsenkam haben Andreas Rammler für das Amt des Bürgermeisters von Sachsenkam und damit als Nachfolger von Hans Schneil nominiert. In der Aufstellungsversammlung sagte Rammler: „Ich verspreche euch, ein bürgernaher Bürgermeister zu werden, der den Kontakt und das Gespräch sucht.“ Er wolle Meinungen zusammenführen und auf deren Grundlage letztendlich versuchen, im Gemeinderat Entscheidungen herbeizuführen.“ Mit seiner Tatkraft, seinen Ideen und der Freude am Miteinander will er Sachsenkam weiter voranbringen. „Es soll ein lebens- und liebenswerter Ort bleiben.“

80 von 89 Stimmen für Rammler 

Rammler kann dabei auf die Sachsenkamer zählen, die in ungewöhnlich hoher Zahl am Donnerstag zur Aufstellungsversammlung in den Saal des Gasthofs Altwirt gekommen waren. Bei der Wahl des Bürgermeisterkandidaten erzielte Rammler 80 von 89 möglichen Stimmen. Fünf stimmten gegen ihn. Zwei gaben andere Namen an und zwei enthielten sich der Stimme.

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Der Bewerber um den Chefsessel im Sachsenkamer Rathaus wohnt seit seinem zweiten Lebensjahr in Sachsenkam, ist 42 Jahre alt, verheiratet und „Vater von Marinus, meinem dreijährigen Buam“, sagte Rammler. Beruflich ist er seit 26 Jahren mit der Sparkasse verbunden und hat dort verschiedene Positionen vom Berater bis zum Geschäftsstellenleiter durchlaufen. Er ist in mehreren Vereinen engagiert und Vorsitzender des FC-Bayern-Fanclubs Bavaria Oberland mit 200 Mitgliedern und des neu gegründeten Dachverbands der FCB-Fanclubs im Oberland mit über 3000 Mitgliedern. Weit über die Grenzen Sachsenkams hinaus, hat er sich als Gründer und Bassist der Rockband Scorefor einen Namen gemacht.

Er möchte „ein Bürgermeister für alle sein“ 

Als er vor einigen Wochen von Gemeinderatsmitgliedern auf eine Kandidatur als Bürgermeister angesprochen wurde, habe er zunächst gefragt, ob er sich das Amt zutrauen solle. Da ihm aber von den „gestandenen Gemeinderatsmitgliedern, vielen Sachsenkamer Bürgern und Bürgermeister Hans Schneil Unterstützung zugesagt wurde“, habe er sich entschlossen, diese Herausforderung anzunehmen. „Ich möchte ein Bürgermeister für alle sein.“ Er will einer sein, zu dem man gerne ins Rathaus geht, „bei dem der Bürger spürt, dass sein Anliegen ernst genommen wird“. Rammler ist gerne mit Menschen zusammen, liebt es, Verantwortung zu übernehmen, um gemeinsam etwas zu erreichen. Er hielt nicht damit hinterm Berg, dass er weder politische noch verwaltungstechnische Erfahrung hat. „Ich werde das mit aber Einsatz und vollem Engagement angehen“, versprach er.

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Er habe sich kundig gemacht, welche Aufgabe anstehen. Beim Vereinsstadel zum Beispiel müsse man schauen, wie man diesen zeitnah in Zusammenarbeit mit den Vereinen finanziell umsetzen kann. Eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Rathauses sollte in Erwägung gezogen werden, um die Liegenschaften der Gemeinde möglichst energieautark betreiben zu können. Eine dringend notwendige energetische Sanierung stehe beim Sportheim an. Auch der soziale Wohnungsbau und der Breitbandausbau seien Themen. Besonders am Herzen liegen ihm die Vereine und Ehrenämter, die er „unwahrscheinlich hoch einschätzt“.

„Pack ma‘s o“

Zum Abschluss bat er um die Stimme der Anwesenden bei der Aufstellungsversammlung und bei der Wahl am 15. März. Für seine Abschlussbemerkung erntete er noch einige Lacher und Beifall. „Ich habe vor Kurzem in der Zeitung gelesen, Sachsenkam ist eine der geburtenreichsten Gemeinden Bayerns“, sagte er. „Also ein Bürgermeister mit dem Namen Rammler in einer der fruchtbarsten Gemeinden Deutschlands tät da nicht so schlecht passen. Pack ma’s o.“

Bei der Vergabe der zwölf Plätze im Gemeinderat wollen CSU und Unabhängige Wählerschaft mit einem ausgewogenen Wahlvorschlag ebenfalls ein gewaltiges Wort mitreden. Abgesehen von Eva Norman, Martin März und Josef Riesch stellen sich die bisherigen Gemeinderäte wieder zur Wahl. Auch an Neulingen mangelt es nicht. Insgesamt 19 Kandidaten hatten gleich zu Beginn der Versammlung ihre Zustimmung für eine Kandidatur abgegeben.

(Günter Platschek)

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