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Ein Blick ins Sachsenkamer Werk: Dort arbeiten derzeit 180 Mitarbeiter. Eine Schließung wie in Dorfen droht der Niederlassung laut Unternehmenssprecherin Astrid Vosberg nicht. 

Wirtschaft

Hawe: Standort Sachsenkam nicht in Gefahr

Sachsenkam/Dorfen – Das Münchner Maschinenbauunternehmen schließt sein Werk in Dorfen bis spätestens März 2017. Auf das Werk in Sachsenkam hat das keine Auswirkungen. Und wenn doch, nur positive.

Eine Hiobsbotschaft gab es am Montag für die Mitarbeiter des Dorfener Hawe-Werks: Das Münchner Maschinenbauunternehmen schließt den Standort bis spätestens März 2017. 130 Mitarbeiter verlieren im Landkreis Erding ihren Job. Wer nun um den Standort Sachsenkam von Hawe bangt, kann aufatmen. „Eine Schließung ist nicht geplant“, bekräftigt Pressesprecherin Astrid Vosberg auf Anfrage. Die Auflösung des Standorts in Dorfen werde, wenn überhaupt, nur geringe Auswirkungen auf Sachsenkam haben. Möglicherweise werde die Herstellung eines Produkts dorthin verlagert. Da allen Mitarbeitern aus Dorfen angeboten worden sei, in einem anderen Hawe-Werk anfangen zu können, „wäre es denkbar, dass der eine oder andere nach Sachsenkam kommt. Das lässt sich jetzt aber noch nicht abschätzen. Der Standort wird auf jeden Fall eher gestärkt“, betont Vosberg.

Die Werksschließung in Dorfen begründet die Pressesprecherin mit „Umstrukturierungen“ im Unternehmen. Es würden Fertigungsabläufe über alle Standorte hinweg optimiert. Ziel sei eine bessere Nutzung von Synergien innerhalb der Fertigungsabläufe und das Zusammenführen von ähnlichen Produkten an einem Standort. Im Fall von Dorfen heißt das eine Verlagerung nach Kaufbeuren. Vosberg räumt aber auch ein: „Wir müssen schauen, dass wir die Kosten in den Griff bekommen.“

Lesen Sie auch: HAWE schließt Werk in Dorfen

Hawe Hydraulik entwickelt und produziert Hydraulik-Komponenten und -Systeme für den Maschinen- und Anlagenbau. Viele der Komponenten kommen vor allem in Baumaschinen für den chinesischen Markt zum Einsatz. In den vergangenen Jahren verzeichnete das Unternehmen in der Volksrepublik einen Umsatzrückgang von nahezu 50 Prozent. „Aber auch davon sind die eher klassischen Produkte für Ventile und Pumpen, die wir in Sachsenkam fertigen, nicht betroffen“, betont Vosberg. Zudem sei das dortige Werk ein wichtiger Ausbildungsstandort. Momentan arbeiten in der Sachsenkamer Niederlassung 180 Mitarbeiter.  

va/ar

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